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	<title>Phelinas Blog</title>
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		<title>Von Bademänteln und Bio-Supermärkten</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 21:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>phelina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Da kommt man zwei Tage nach seiner Rückkehr aus Kapstadt zur Maiwoche nach Osnabrück und kommt sich vor, als sehe man vor lauter Masse die Individuen nicht mehr – ein Grund dafür, sich als Herausforderung mal Berlin als Studienstadt auszusuchen. Gepaart mit der Tatsache, dass die Humboldt-Universität nicht nur schön aussieht und liegt, sondern auch <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=394&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/10/bild-139.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-395" title="Berlin" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/10/bild-139.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Da kommt man zwei Tage nach seiner Rückkehr aus Kapstadt zur Maiwoche nach Osnabrück und kommt sich vor, als sehe man vor lauter Masse die Individuen nicht mehr – ein Grund dafür, sich als Herausforderung mal Berlin als Studienstadt auszusuchen. Gepaart mit der Tatsache, dass die Humboldt-Universität nicht nur schön aussieht und liegt, sondern auch bereits einige Nobelpreisträger und andere tolle Menschen hervorgebracht oder zumindest gefördert hat, klingt das für mich nach einer guten Idee.</p>
<p style="text-align:justify;">Nach der erfolgreichen Bewerbung dann die zweite Hürde: Wohnungssuche. Spontan fahre ich Anfang September mit einer Mitfahrgelegenheit nach Berlin, denn es wird so langsam Zeit, sich mal ein paar potentielle Wohnungen anzuschauen.</p>
<p style="text-align:justify;">Es ist zwar nicht mein erster Besuch unserer Hauptstadt, doch fahre ich dieses Mal nicht nach Berlin, sondern in meine neue Heimat. Komisches Gefühl.</p>
<p style="text-align:justify;">Berlin ist echt groß, denke ich nach ein paar größeren Gebäuden am Stadtrand. Na ja, eigentlich könnte es bis hier noch Bremerhaven sein, beruhige ich mich. Aber so eine große Stadt? Gefällt mir das eigentlich auf Dauer? Wir werden sehen. Es kommt ja aber eh nur auf die ersten drei Buchstaben an, habe ich mir sagen lassen, lieber Bersenbrücker, Bremer und Bremerhavener. <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:justify;">Erst mal aussteigen, einmal umsteigen, zweimal Umsteigen und da betreten sie auch schon die Tram. Die erwarteten, da zum Klischee-Stadtbild gehörenden Punks. Setzen sich teils mit ihren Hunden auf den Boden, teilen sich Billigvodka und irgendeine Limonade. Ich lächle und steige wieder aus, da ich die Wohnung von Eileens Freundin, meine Bleibe für die nächsten zwei Nächte, erreicht habe.</p>
<p style="text-align:justify;">Am nächsten Morgen werden online noch letzte Angebote gecheckt und dann steht der Plan für den Tag: eine Wohnungsbesichtigung im Viertel Prenzlauer Berg, eine in Mitte, in Kreuzberg und zuletzt geht’s nach Friedrichshain. Mehr schaffe ich wegen der relativ langen Wege kaum und bin so auch von eins bis neun Uhr abends unterwegs.</p>
<p style="text-align:justify;">Die erste Wohnung befindet sich in einer schicken Gegend und sieht auch von innen bildhübsch aus. Dass die Bewohnerin sehr „öko“ ist, zu einer alternativen Schauspielschule geht und mich nach meinem Sternzeichen fragt, ist alles in Ordnung. Die Tatsache, dass sie das Internet wegen der Strahlung nachts ausschaltet, ist hingegen nicht mit meinen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten vereinbar und so setze ich mich schmunzelnd in die S-Bahn und denke, dass man in Berlin vielleicht wissen muss, was man will, aber nicht wollen, was man weiß. Ich kratze mich am Kopf und verfalle mal wieder in eine Linie 1-Musical-Nostalgie:</p>
<p style="text-align:justify;"><em>„Du sitzt mir gegenüber und schaust an mir vorbei. </em></p>
<p style="text-align:justify;"><em>Ich seh‘ dich jeden Morgen und manchmal auch um drei. </em></p>
<p style="text-align:justify;"><em>Du bist mir mal sympathisch und manchmal eine Qual,</em></p>
<p style="text-align:justify;"><em>aber meistens egal, total egal.</em></p>
<p style="text-align:justify;"><em>Aber meistens egal, total egal“</em></p>
<p style="text-align:justify;">Meinem Gegenüber bin ich jedoch nicht völlig egal und werde deshalb von ihm ausgelacht, weil der ältere Mann es lustig findet, wie Frauen „ganz tolle toupierte und gefärbte Haare“ haben und es dann doch irgendwo juckt. Als ich ihm erkläre, dass meine Haare weder toupiert noch gefärbt sind, ist der Mann mit der berühmt berüchtigten Berliner Schnauze janz vablüfft. Ich muss aussteigen.</p>
<p style="text-align:justify;">Die nächste Wohnung ist der komplette Gegensatz zur ersten: etwas chaotisch, müffelig und es gibt gleich erst mal einen halben Liter Berliner Kindl zu trinken. Das ist wirklich lecker und kommt auf das eine Brötchen, das ich vor sechs Stunden gegessen habe, sehr gut, die Bewohner sind entspannt und das Gespräch wird ganz lustig. Trotzdem nicht ganz meine Welt.</p>
<p style="text-align:justify;">Wegen verspäteter Busse, die anscheinend dauernd verspätet sind, bin ich mittlerweile bereits im Zeitverzug, komme aber dann doch irgendwann in Kreuzberg an und muss mir erst mal ein belegtes Brötchen kaufen, bevor ich die nächste Wohnung in der wunderschönen Schönleinstraße mit großen Bäumen und gemütlich aussehenden Kneipen und Restaurants aufsuche. Dort treffe ich einen sehr netten Bewohner, mit dem ich mich recht gut unterhalte, die Wohnung ist ganz schön, aber auch etwas chaotisch und schon geht es wieder weiter zur nächsten Wohnung nach Friedrichshain.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein riesengroßes Zimmer. Mit Stuck. Und Dielen. Und einem kleinem Balkon. Eine schöne Küche. Ein renoviertes Badezimmer. Nur die Mitbewohner waren um des besten Zimmers Willen leider nicht ganz meine Kragenweite.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich kehre abends um 9 in die Wohnung von Eileens Freundin und tags darauf dann wieder nach Bersenbrück zurück, ohne genau zu wissen, wo ich ab Oktober nun schlafen werde. In den nächsten Tagen und Wochen bekomme ich wie erwartet Absagen. Bei ca. 20 – 50 Bewerbern pro Zimmer, pro „WG-Casting“, wie das ganze Procedere teilweise bezeichnet wird, keine Überraschung.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenige Wochen später erhalte ich jedoch einen Anruf von einer anderen Freundin meiner großen Schwester (thank God for siblings!), die sich für mich umgehört und deren Freundin ein Zimmer für zwei Monate zu vermieten hat.</p>
<p style="text-align:justify;">Da die potentielle Mitbewohnerin aus Osnabrück kommt und gerade in der Heimat ist, findet der Recall nun dort statt und nach einem kurzen Gespräch habe ich ein Zimmer. Die nervigen wg-gesucht.de-Emails mit neuen Angeboten werden kurzerhand abbestellt und der Stein vom Herzen gehievt.</p>
<p style="text-align:justify;">Die nächsten Wochen, die letzten, was das Wohnen Zuhause angeht, verbringe ich auf ganz selbstgefällige, also mir selbst gefällige, Art mit Freunden, Familie, Musik, Büchern, Sonne, Schwimmen und Arbeiten. Was für ein Leben!</p>
<p style="text-align:justify;">Auch wenn mich das leise Gefühl überkommt, dass es an der Zeit ist, zu neuen Ufern aufzubrechen, fühle ich mich pudelwohl in Bersenbrück und sorge doch aufgrund von mangelnder Anpassungsfähigkeit für mir zunächst unbewusste Furore: Der für mich logische wie praktische morgendliche Gang von unserem Haus zum Schwimmbad, geschätzte 200 Meter, im Bademantel scheint aufzustoßen.</p>
<p style="text-align:justify;">Zugegeben: Menschen, die im Bademantel die Hauptstraße überqueren, sieht man nicht allzu häufig. Dass manche Menschen das allerdings „total selbstbewusst“, „zum Totlachen“ oder „bescheuert“ finden und sich gar fragen, „ob das sein muss“, revidiert gleich die erstgenannte Aussage: Meiner Selbst und der ausgelösten Reaktionen war ich mir zuvor gänzlich unbewusst. Sie amüsierten mich jedoch ausgesprochen. Vielleicht ist es tatsächlich Zeit für Berlin.</p>
<p style="text-align:justify;">Am 9. Oktober ist es das auf jeden Fall, da steige ich nämlich nach einem deftigen Mittagessen &#8211; Mamas letztem Liebesbeweis &#8211; mit Sack und Pack in den Zug nach Osnabrück und von dort aus wieder mit einer Mitfahrgelegenheit, die mich relativ nah an mein neues Zuhause bringt und mich spontan zu ihrer nächsten WG-Party einlädt, in die Hauptstadt.</p>
<p style="text-align:justify;">Auch wenn ich nur Franzosen und Spanier treffe, als ich nach der richtigen Haltestelle fragen will, wird mir bei der schweren Vereinbarung von viel Gepäck und U-Bahntreppen drei Mal geholfen und ich erhalte einmal sogar eine Handynummer gratis dazu. Ein guter erster Eindruck! Auch mein neuer Mitbewohner ist mir beim Taschetragen behilflich und wie seine Freundin übrigens auch sehr nett und ihre in Friedrichshain Wohnung echt schön. Es bleibt nur noch zu klären, ob mir stets geholfen wird, weil ich so nett oder so hilfsbedürftig aussehe.</p>
<p style="text-align:justify;">Jetzt bin ich seit gut zwei Wochen in Berlin. Ich habe die Einführungs- sowie die erste reguläre Uniwoche hinter mir, mich gefreut, dass wenige meiner Kommilitonen Smartphones besitzen, und ein Gefühl davon bekommen, warum Studenten des Öfteren protestieren. Ich habe zwei Wochen Uni hinter mir und meine felsenfeste Überzeugung, das Studentenleben sei genau das Richtige für mich, bröckelt vielleicht nicht, aber Staub fliegt schon ab, es riecht nach Stress. Ich habe ein klein wenig Nachtleben geschnuppert, riecht ganz gut. Ich grüße den Koch des orientalischen Restaurants bei mir um die Ecke. Ich habe schon einen Pfannkuchen, keinen Berliner, gegessen. Ich habe eine Ahnung von der Anonymität. Ich war im schönen Treptower Park spazieren. Ich habe wahrscheinlich bereits insgesamt einen knappen Tag in U- und S-Bahn verbracht und dabei mit keiner Person, die am Bahnsteig neben mir stand, die Unterwäsche getauscht, geschweige denn ihr einen Heiratsantrag gemacht, wie es Markierungen auf dem Bahnsteigboden am Alexanderplatz suggerieren. Ja, ich wurde sogar schon beim „Schwarzfahren“ erwischt, was eigentlich gar kein Schwarzfahren war, da ich die Gebühr mit meinen Studiengebühren bezahlt hatte, ich wurde aber als Schwarzfahrerin behandelt, weil die Humboldt-Universität nicht mit dem Versand der Studentenausweise mitsamt Semesterticket hinterherkam. Ich habe erlebt, wie jemand sich in der S-Bahn darüber aufgeregt hat, dass er von jemandem berührt wurde, der sich in Gebärdensprache unterhielt. Ich habe, auch im Umgang mit den Katzen in der Wohnung, wieder mal gesehen, dass man sich an alles gewöhnt, aber mitnichten alles, an das man sich gewöhnt, toll finden muss. Ich habe mich bei einem Glas Wein in der WG darüber unterhalten, ob man beim Einkauf in einem Bio-Supermarkt in Neukölln nun ein gutes oder schlechtes Gewissen haben muss – gut, weil Bio und so; schlecht, weil Gentrifizierung und so. Ich war bei einer großartigen Ausstellung namens „Unheimlich vertraut. Bilder vom Terror“. Ich habe jemanden mit meinem Handy telefonieren lassen, der offensichtlich gerade am helllichten Tage zusammengeschlagen wurde. Ich saß bei Sonnenschein im Mauerpark. Ich kann noch keine Einschätzung zu meinem zweiten Eindruck abgeben.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich habe noch keine Hauptstraße Berlins im Bademantel überquert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Phelina</p>
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		<title>Bewegt.</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 14:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>phelina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich verlasse ein Land mit atemberaubender Landschaft. Ich verlasse eine bombastische Stadt mit netten Leuten, kultureller Vielfalt, Straenden, Bergen, Stadtleben, purer Natur und Artenreichtum. Ich verlasse eine Stadt, in der ich innerhalb von 15 Minuten vom atmosphaerischen Township-Grillen zur sauberen, europaeisch gepraegten Waterfront komme. Ich verlasse eine Stadt, in der ich meinen Problemen und Sorgen <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=383&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/05/cimg5305.jpg"><img class="size-medium wp-image-381 aligncenter" title="Unser engerer Freundeskreis in Kapstadt" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/05/cimg5305.jpg?w=455&#038;h=341" alt="" width="455" height="341" /></a></p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land mit atemberaubender Landschaft.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse eine bombastische Stadt mit netten Leuten, kultureller Vielfalt, Straenden, Bergen, Stadtleben, purer Natur und Artenreichtum.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse eine Stadt, in der ich innerhalb von 15 Minuten vom atmosphaerischen Township-Grillen zur sauberen, europaeisch gepraegten Waterfront komme.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse eine Stadt, in der ich meinen Problemen und Sorgen innerhalb von kuerzester Zeit auf dem Tafelberg begegnen kann.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, dessen Einwohner grundsaetzlich ausgesprochen freundlich sind und offen auf Unbekannte zugehen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem ich unbeschwert Gespraeche mit meinen Sitznachbarn im Bus, mit Strassenverkaeufern oder -begegnungen fuehre und gelegentlich ganze Lebensgeschichten zu hoeren bekomme.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, das allgemein anders mit Zeit umgeht, in dem die Einwohner groesstenteils nicht Zeit und Leben hinterherrennen, es stattdessen ihren eigenen Prioritaeten entsprechend gestalten, was natuerlich einerseits Grund fuer zahlreiche Verspaetungen etc., andererseits aber auch entspannt und sehr gesund ist.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem sich viele Einwohner fuerchterlich ungesund ernaehren.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem Einwohner afrikansicher Abstammung Protest in Tanzform ausdruecken.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse eine Stadt, in der eine Partei waehrend der Wahlkampfphase mit einem Partybus durch die Gegend faehrt.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse eine Stadt, in dem der Grossteil der weissen und farbigen Bevoelkerung sich nicht die Muehe macht, das in Kapstadt und Suedafrika bedeutsame Wort &#8222;Xhosa&#8220; aussprechen zu lernen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem zwischen vielen Menschen &#8222;Ubuntu&#8220;, Mitmenschlichkeit, herrscht und von grosser Bedeutung ist, was beispielsweise dazu fuehrt, dass arbeitslosen Freunden stets ein Getraenk mitbestellt wird und diesen Zustand dementsprechend weniger &#8216;fatal&#8217; macht.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem sich viel Zeit fuer das Miteinander genommen wird, in dem haeufig leidenschaftliche Diskussionen ueber verschiedenste Themen gefuehrt werden.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem ich viel Aufrichtigkeit gespuert habe.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse eine Stadt, die sehr &#8222;social&#8220; ist, nicht unbedingt sozial, sondern eher gesellig.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Viertel, in dem Geburtstage mit Sang und Klang gefeiert werden.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Viertel, in dem ein wunderbares Gemeinschaftsgefuehl herrscht.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem sich die Nachbarn nicht beschweren, wenn mal etwas lauter gefeiert wird.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem viele Augen zugedrueckt werden.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem waehrend der Werbepausen im Fernsehen Vorsichtsmassnahmen gegen Tuberkulose ausgetrahlt werden.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem ich zum Tanken inklusive Oel-, Wasser- und Reifencheck sowie Bezahlen nicht ein einziges Mal das Auto verlassen muss.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem es aufgrund begrenzter Akademikerzahl Aussichten auf Positionen und Berufe gibt, von denen Uniabsolventen in Deutschland nur traeumen koennen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse eine Stadt, in der ich stets vorsichtig sein sollte, in der ich immer weiss, wo sich meine Tasche befindet, in der ich nichts im Auto liegen lasse und morgens nachgucke, ob es noch vor dem Haus steht.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem ich das Warten gelernt habe.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem oeffentliche Verkehrsmittel ungemein guenstig sind.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem mir stets das Wort &#8222;Auslaender&#8220; auf der Stirn geschrieben steht, was einerseits zu spuerbarerer Freundlichkeit, andererseits dazu fuehrt, dass man sich auch nach mehrjaehrigem Aufenthalt nicht uneingeschraenkt dazugehoerig fuehlt.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem die Pruegelstrafe in der Schule noch recht gebraeuchig ist.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem ich bei offenen Wunden immer mindestens einen Gedanken dem HIV-Risiko widme.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem mir kulturelles Leben &#8211; Theater, Restaurants, Bars, Kino &#8211; recht guenstig erscheint.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem Menschen Landsmaennern anderer Rasse grundaetzlich mit etwas (mehr) Skepsis begegenen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Viertel, in dem ich viel ueber Fussball &#8211; insbesondere die Premier League &#8211; sowie Serien gelernt habe.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein politisch-historisch-kulturell spannendes Land, das einem an jeder zweiten Ecke Denkaufgaben stellen kann.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land gepraegt von ethnischen Dynamiken.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land voller Sprachbarrieren.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, das sich irgendwo zwischen Aufbau und Zerstoerung, Wandel und Unbeweglichkeit befindet.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein sehr ungleiches und vielfaeltig gespaltenes Land.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in dem ich &#8211; auch mit meiner Schwester &#8211; eine sehr gute Zeit verbracht habe.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, das mich viele Traenen gekostet hat, kostet und kosten wird.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, dem ich viel zu verdanken habe.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse ein Land, in das mich viele Gedankenreisen fuehren werden.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse Bekannte.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse Freunde.</p>
<p style="text-align:center;">Ich verlasse eine Heimat.</p>
<p style="text-align:center;">&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..</p>
<p style="text-align:center;"><em>Es freut mich, dass diese Liste endlos weitergefuehrt werden kann.</em></p>
<p style="text-align:center;"><em>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<br />
</em></p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein relativ umweltbewusstes Land mit Muelltrennung.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein Land, in dem es nicht zur Etikette gehoert, als Klamotten- oder Obstverkaeufer nach dem Wohlbefinden seiner Kunden zu fragen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein Land mit schoener klingende Polizeisirenen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich darauf, relativ sorglos im Dunkeln allein nach Hause gehen zu koennen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf mehrlagiges Toilettenpapier.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein Land, in dem Nutella und Mozarella nicht zu absoluten Luxusprodukten gehoeren.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein Land, in dem Menschen mit Behinderung in der Stadt zu sehen sind und sie als Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein Land, in dem recht viel Fahrrad gefahren wird.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein Land, in dem sich die Menschen vom Spitzenpolitiker bis zum Hartz-4-Empfaenger relativ (!) gut verstaendigen koennen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein Land, in es in Schulen in den meisten Faellen relativ (!) geregelt zugeht.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein Land, in dem ich weniger passiv rauche, da Gesetze dieser Art grundsaetzlich eingehalten werden, sei es aus Konsens oder Furcht vor Kontrolle.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein Land, in dem ich nicht von Polizisten ausgelacht werde, wenn ich an einer roten Ampel stehen bleibe, in dem mir der Polizist waehrend einer Kontrolle nicht sofort verraet, dass er seinem Kollegen gerne nach Holland folgen wuerde, um dort Gras zu konsumieren, in dem ich mich der angedrohten Strafe stellen muss, wenn ich meinen Fuehrerschein nicht bei mir habe, und nicht davonkomme, wenn ein Zehner seinen Besitzer wechselt, in dem ich als Drogenboss mit ausreichend Geld meine Gefaegnisstrafe nicht umgehen kann.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein Land mit weniger hohen Zaeunen und der Moeglichkeit, allein ein Haus zu verlassen, ohne dass mir der Gastgeber das Gittertor oeffnen muss.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue auf ein Land, in dem ich mein Essen im Schnellrestaurant aufgrund zuegig arbeitender Angestellter auch schnell bekomme.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich darauf, mich nicht staendig neu vorstellen zu muessen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf einen Ort, an dem ich nicht sofort als Nicht-Einheimische identifiziert und als &#8222;Deutsche&#8220; abgestempelt werde.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich darauf, nicht rund um die Uhr von zu vielen Maennern &#8222;ausgecheckt&#8220;, angepfiffen und mit den Augen ausgezogen zu werden.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf Gehwege mit weniger Hundescheisse.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf ein Land, in dem es eine relativ (!) gute soziale Absicherung gibt.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich darauf, Deutschland zu entdecken.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auif die Spargel- und Erdbeersaison.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich darauf, zu arbeiten.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich aufs Studentenleben &#8211; inklusive Lernen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich aufs Singen und Musizieren.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf Weihnachten mit Weihnachtsbaeumen und –maerkten, Dunkelheit und Kerzen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf gute Freunde.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich darauf, von Herzen zu lachen.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf meine Familie.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich darauf, wieder in einem Land zu leben, dem ich viel zu verdanken habe(n werde).</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf das Gefuehl der Ankunft.</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich darauf, zur Abwechslung auch mal meine anderen beiden Schwestern zu sehen!</p>
<p style="text-align:center;">Ich freue mich auf Zuhause.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/05/img_0961.jpg"><img class="size-medium wp-image-382 aligncenter" title="Familie" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/05/img_0961.jpg?w=453&#038;h=336" alt="" width="453" height="336" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/phelina.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/phelina.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/phelina.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/phelina.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/phelina.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/phelina.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/phelina.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/phelina.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/phelina.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/phelina.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/phelina.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/phelina.wordpress.com/383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/phelina.wordpress.com/383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/phelina.wordpress.com/383/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=383&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">phelina</media:title>
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			<media:title type="html">Unser engerer Freundeskreis in Kapstadt</media:title>
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		<title>Unser Suedafrika</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 15:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>phelina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir befinden uns auf der suedafrikanischen Seite an der Grenze zu Mosambik und versuchen uns ein Transportmittel zu organisieren, um eine spontan geplante 3-Stunden-Safari im Krueger Nationalpark in die Tat umzusetzen. Keine Taxen weit und breit, Mitfahrgelegenheiten rar, also funktionieren wir ein Minibus- in ein Metertaxi um. Und obwohl dieses dem Ruf von rasaten Minibustaxen <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=376&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/6.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-356" title="Da!" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/6.jpg?w=210&#038;h=157" alt="" width="210" height="157" /></a>Wir befinden uns auf der suedafrikanischen Seite an der Grenze zu Mosambik und versuchen uns ein Transportmittel zu organisieren, um eine spontan geplante 3-Stunden-Safari im Krueger Nationalpark in die Tat umzusetzen. Keine Taxen weit und breit, Mitfahrgelegenheiten rar, also funktionieren wir ein Minibus- in ein Metertaxi um. Und obwohl dieses dem Ruf von rasaten Minibustaxen leider nicht gerecht wird, finden wir uns noch puenktlich zur Safari am Eingang an der Krokodilbruecke des Nationalparks ein.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Ein paar Formulare ausgefuellt, sitzen wir auf dem Wagen und schon beginnt die<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/7.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-357" title="Nashorn im Krueger Nationalpark" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/7.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> Sonnenuntergangssafari zum Spottpreis, von der uns der aeltere Herr auf Afrikareisen in Maputo erzaehlte. Von Krokodilen ueber Nashoerner und Elefanten bis hin zu Stachelschweinen, Perlhuehnern sowie Nilpferden fasziniert uns vor Sonnenuntergang alles. Nach Untergang der Sonne bleiben die Oohs und Aahs trotz grosser Scheinwerfer jedoch aus und um puenktlich um neun wartet das Minibustaxi an der Rezeption auf uns, mit dem die vier deutschen Maedels wieder zur Grenze kutschiert werden sollten, um von dort einen Reisebus nach Johannesburg zu nehmen. Waehrend der Verhandlungen war ich nicht anwesend, doch am Taxi erfahre ich, dass uns das Minibustaxi statt zur Grenze direkt nach Johannesburg bzw. Midrand, wo auch unser Auto steht, bringen wuerde. Also gut! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Die ansonsten recht rasante Fahrt &#8211; damit waere der Ruf wieder gerettet &#8211; wird lediglich durch wenige Polizeikontrollen unterbrochen, die aber </span>à<strong> </strong><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">la &#8222;Wem gehoert diese Tasche?&#8220; &#8211; &#8222;Aehm, uns (Deutschen)&#8220; &#8211; &#8222;Na dann. Weiter geht&#8217;s!&#8220; schneller als normalerweise ueblich von der Buehne gehen, und so kommen wir um ca. 3 Uhr nachts am Johannesburger Taxirank an. Wir halten, wie schon an einigen anderen Orten zuvor. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Nach einigen Minuten fragt uns der Fahrer: &#8222;Are you okay there, girls?&#8220; und wir antworten: &#8222;Yes, but when are we going to Midrand?&#8220; &#8211; &#8222;We won&#8217;t go to Midrand!&#8220; <em>["Alles in Ordnung bei euch, Maedels?" - "Ja, aber wann fahren wir nach Midrand?" - "Wir fahren nicht nach Midrand!"]</em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Lange dauert es nicht,<strong> </strong>bis sich die Schockstarre in eine Beschwerdewelle wandelt: &#8222;Es war aber so vereinbart!&#8220; &#8222;Wir haben einen Aufpreis fuer die Fahrt nach Midrand bezahlt!&#8220; &#8222;Hier bleiben wir nicht!&#8220; </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Erst empoert, doch je mehr der Abhaengigkeitsgedanke daraufhin einsetzt, umso vorsichtiger werden unsere Argumente und Fragen. Der junge Fahrer ist nervoes, weiss nicht, was er sagen soll, war selbst bei den Verhandlungen nicht anwesend. Wir erfahren, dass das Taxi ohne Lizenz nicht berechtigt ist, uns bis in den Vorort zu bringen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">&#8222;Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert, wenn wir da jetzt rausfahren, liegt bei 90%. Hier am Taxirank hingegen sind wir zu 100% sicher&#8220;, versucht uns einer unserer Mitfahrer- bzw. -warter zu beruhigen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">100% sicher am Johannesburger Taxirank um drei Uhr nachts, wenn es nach fuenf Uhr Nachmittag am Taxirank in Kapstadt schon &#8222;kriminell&#8220; wird? Hmm. Unser Erfahrungsmangel laesst an dieser Stelle jedoch keine Wertung oder dergleichen zu und es bleibt uns ohnehin nichts uebrig als ihnen zu vertrauen und die Nacht abzusitzen. Mit Eintritt des Schlafs verschwinden auch die Spuren des mulmigen Gefuehls, das uns unterschiedlich intensiv heimsucht, und um sechs Uhr morgens machen wir uns gesund, relativ munter und um eine Erfahrung reicher ueber den erwachenden Taxirank auf den Weg nach Midrand und weiter nach Kyalami, wo uns unsere Bekannte mit ihrem Pick-up wieder abholt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Ruhig und erfrischt verlassen wir vier Duschen spaeter, alles selbstverstaendlich vom Hund auf dem Waeschehaufen ueberwacht, ihre Johannesburger Pferdeenklave und fahren wir weiter ins ca. 45 Minuten entfernte Pretoria. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/8.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-358" title="Fruehstueck vor den union Buildings in Pretoria" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/8.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a>Erstmal fruestuecken! Bei einem Freund erkundigen wir uns nach einem netten Caf</span>é<span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">, doch da seine Empfehlungen sich aus Alternativmangel nur im Bereich von fettigen Burgerketten mit Fruehstuecksoption bewegen, bewegen wir uns zum naechsten Supermarkt und danach zu den Union Buildings, wo auch Nelson Mandela eingeschworen wurde, und machen es uns mit unseren Picknickdecken im angrenzenden Park gemuetlich. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Am Nachmittag machen wir uns auf die Suche nach einem Backpacker und finden zufaellig heraus, dass abends ein Rugbyspiel stattfindet, fuer das wir uns spontan Karten besorgen. Eileen und ich merken, dass man umso mehr von dem Sport versteht, je mehr Zeit man in Suedafrika, insbesondere in Observatory, verbringt. Alles ist uns trotz dessen nicht klar, was unter anderem aber auch daran liegt, dass der Stadionsprecher nur Afrikaans spricht, was zwar historisch nachvollziehbar ist und wohl auch 95% der Zuschauer zu Gute kommt. Nichtsdestotrotz fuehlt man sich als <strong>Angehoeriger </strong>anderer Kulturen nicht besonders willkommen, was sowohl Auslaender wie uns als auch beispielsweise einhemische Xhosa- oder Zulu-staemmige Suedafrikaner einschliessen duerfte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Und auch der Taxifahrer, der uns abends nach Hatfield, einem Stadtteil Pretorias mit vielen Bars, Restaurants und Diskotheken, wo wir uns mit unserem Bekannten treffen sollen, bringt, vermittelt uns keinen Eindruck<strong> </strong>des Neuen Suedafrikas, der Regenbogennation: &#8222;Wo soll ich euch denn in Hatfield<strong> </strong>absatzen?&#8220; &#8211; &#8222;Ach, an irgendeinem zentralen Ort, wir kennen uns ja auch nicht besonders gut aus.&#8220; &#8211; &#8222;Gut, ich bringe euch zu einer weissen Bar. Dann seid ihr unter euch.&#8220; &#8211; &#8222;Wie bitte? Wir sind mit einem schwarzen Freund von uns verabredet.&#8220; &#8211; &#8222;Oh!?&#8220; </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Dieser Zwischenfall sowie Tatsache, dass die Kneipen zum Grossteil wirklich jeweils nur von jungen Leuten einer Hautfarbe frequentiert<strong> </strong>werden, halten uns natuerlich nicht davon ab, einen netten Abend mit ihm und seiner Freundin zu verbringen, doch die ganze Taxirank-Geschichte hat uns spuerbar mitgenommen, weshalb er uns relativ frueh wieder nach Hause, also zu unserem schnuckeligen Backpacker, bringt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Der einst rein deutsche Schlafsaal ist in der Zwischenzeit um einen in Japan arbeitenden Chinesen aufgemischt worden, wie wir am naechsten Morgen feststellen. In einer relativ kurzen Unterhaltung erfahren wir, dass der 42-Jaehrige bereits 140 Laender bereiste. Wahnsinn! Es ist zwar fraglich, ob er einige der bereisten Stedte, geschweige denn Laender, wirklich gut kennt, doch die vielen Erfahrungen, Eindruecke und Denkanstoesse durch das Reisen scheinen mir auesserst beneidens- bzw. bewunderns- und erstrebenswert. Optimalerweise gehoere ich also in ein paar Jaehrchen wie er zu denjenigen Menschen, die sich ueber die gewonnene Unabhaengigkeit von Staaten besonders freut, weil es dann ein weiteres Land zu bereisen gibt. <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-359" title="In den Drakensbergen" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/10.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a>Nach dem Fruehstueck steuern wir mit Mercedes die Kueste an, Durban ist das Ziel. Gluecklicherweise bemerken wir rechtzeitig, dass wir besser erst in Drakensbergen halten koennen und finden uns schon bald in einem entzueckenden Backpacker inmitten der Gebirgskette ein, die an Lesotho, das &#8222;Koenigreich des Himmels&#8220; grenzt. Hier verbringen wir zwei Naechte und ein paar atemberaubende Stunden des Wanderns und Kletterns (an einer Stelle ging es fuer uns 250 Meter steil hoch) im und auf dem &#8222;Amphitheater&#8220; in den Drakensbergen, wo sich auch der hoechste Wasserfall Afrikas und der zweithoechste der Welt befindet, der allerdings mehr einem schmalen, plaetschernden Bach als einem reissenden Strom, den man sich selbstverstaendlich<strong> </strong>erhoffte, aehnelt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Am naechsten Morgen wissen wir zwar nicht, ob der Muskelkater aufgrund der positiven Wirkung des Whirlpools, des normalen Pools oder der Sauna (erstaunlicherweise alles im niedrigen Backpackerpreis inbegriffen) fast gaenzlich ausblieb oder ob es doch an unserer ausgepraegten Sportlichkeit lag, aber eins war sicher: Das traditionelle Mittagessen im stark indisch gepraegten Durban haben wir uns verdient!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Nachdem Eileen dann auch ein paar Fotos von ihrem Lieblingsstadium der letzten Weltmeisterschaft auf dem Speicher hat, geht es fuer uns aber auch schon weiter. Der Empfehlung eines anderen Reisenden, den wir in Tofo trafen, nach verschlaegt es uns fuer zwei Naechte nach Umzumbe, ein kleines Oertchen 120 Kilometer suedlich von Durban, in dem wir einen Backpacker vorfinden, der seinesgleichen<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/14.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-363" title="Im suedafrikanschen Dschungel, Umzumbe" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/14.jpg?w=112&#038;h=150" alt="" width="112" height="150" /></a><strong> </strong>sucht. Ein Hamburger Emigrant verwirklichte entweder seinen Traum oder einen Trip, indem er inmitten dschungelartiger Vegetation eine Art paradiesartigen Unterschlupf aus Baumhaeusern, gruen angestrahlten Tippies, einer Feuerstelle, einem Sonnendeck mit Meerblick, abgelegenen Huetten, verschiedensten Kunstwerken, Haengematten, einem versteckten Hugh-Hefner-Pool und einer abgefahrenen Bar, in der neben einem Pokertisch und neu erfundenen Karten Afrikas auch ein altes Klavier (!) und ein Kickertisch mit HSV- und St. Pauli-Spielern zu finden waren, schuf.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Dass der anliegende Strand, an dem wir unseren ersten richtigen Strandtag verbringen wollten, nicht spektakulaer schoen ist, macht uns dementsprechend wenig aus und wir verbringen den Tag mit den beiden Israelis, die fuer einige Zeit zum Arbeiten nach Sueadafrika gekommen sind und ebenfalls ein paar Tage in Umzumbe verbringen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">In Gespraechen erfahren wir beispielsweise, dass man sich nicht auf Neon-Artikel, die von getrennten Straenden fuer unterschiedliche Bevoelkerungsgruppen in Tel Aviv<strong> </strong>berichten, nicht verlassen kann, wie sich das Leben in Israel innerhalb der letzten zehn Jahre veraendert hat, dass man in Israels Krankenhaeusern die Wahl zwischen klassischer und alternativer Medizin hat oder dass offene Beziehungen unter jungen Leuten dort haeufig als Methode, (wahre) Liebe zu finden, genutzt wird. Aha!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/20.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-369" title="Das passierte oefter mal..." src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/20.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a>Auf unserer Weiterfahrt an der sogenannten &#8222;Wild Coast&#8220;, der wilden Kueste, koennen wir Dinge beobachten, die frueher sicherlich als &#8222;wild&#8220; bezeichnet wurden: Staendig muessen wir Eseln, Pferden, Schafen oder Kuehen auf der Strasse Vorgang gewaehren, wir sehen zahlreiche Rundhuetten, unberuehrte Landschaften, Frauen mit wahlweise Brennholz oder jeweils 12,5 kg schweren Mehl- und Zuckersaecken (ja, und, nicht oder) auf dem Kopf und Kleinkindern auf dem Ruecken. Zudem ist das verbreitete &#8222;yellow line driving&#8220;, das Fahren auf dem Seitenstreifen, um Autos von hinten ueberholen zu lassen, gegen Nachmittag aufgrund der vielen auf der Strasse schlendernden Schulkinder, deren Wege zur Schule wahrscheinlich denen aehneln, von denen unsere <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/19.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-368" title="Traumhaft in Morgen- wie Abenddaemmerung" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/19.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a>Eltern und Grosseltern so gern erzaehlen, umoeglich. Bei Anblick der traumhaft schoenen Landschaften fragt man sich doch, ob diese Kinder, die ja nichts Anderes als fuer uns pittoreske<strong> </strong>( <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ) Gegenden kennen, ueberhaupt wissen, wie schoen ihre Umgebung ist. Sogar so schoen, dass sie J.R.R. Tolkien<strong> </strong>als Inpiration fuer den Kleinen Hobbit diente.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/17.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-366" title="Coffee Bay" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/17.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a>Nach vielen Stunden so undeutscher Kultur landen wir abends im Coffee Shack, einem bekannten Backpacker in Coffee Bay, in dem wir unter den vielen deutschen Reisenden auch eine aeltere Dame aus Bremerhaven (Gruesse an meine Lieben dort!) treffen. Es sind in der Tat unheimlich viele Deutsche unterwegs, was einen selbst zwar weder zur Seltenheit macht noch aufkommende Vorurteile eindaemmt, aber bestimmt viele tolle Eindruecke und Einfluesse nach Deutschland bringt! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Informativer als ihre zwei Monate alten Ausschnitte der &#8222;Zeit&#8220; sind die Gespraeche mit der Bremerhavenerin, insbesonders in Zeiten des politischen Umbruchs in Nordafrika sowie akuten Informationsmangels auf Reisen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Apropos Mangel: Am Abend mangelt es uns in der unberuehrten Gegend an Supermaerkten und Ausgehalternativen, weshalb wir uns <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/18.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-367" title="Xhosa Frauen waehrend der Vorfuehrung traditioneller Taenze" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/18.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a>der Truppe anschliessen, die einen Touristentrip ins naechste Xhosa Dorf machen, um dort tradtionell zu Abend zu essen und afrikanische Taenze vorgefuehrt zu bekommen. All das ist fuer mich zwar nicht neu, doch ist es im anschliessenden Gespraech mit den &#8222;Mamas&#8220; interessant zu beobachten, wie der Ubersetzer erklaert, aus welchen Laendern wir Touristen kommen und wie die einheimischen Frauen darauf reagieren. Waehrend die Deutschen ihm zufolge aus dem neutral aufgenommenen &#8222;Ballack-Land&#8220; kommen, stossen die Amerikaner mit Obama auf ein aufgeregtes &#8222;Aaaah!&#8220; der Frauen. Die Hollaender hingegen, aus deren Heimatland Kolonialistenfuehrer Jan van Riebeeck stammt, ernten daraufhin ein unglueckliches Raunen vonseiten der Suedafrikaninnen, auf das kurz betretene Stille folgt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Dies und auch unser letzter Stop in Jeffrey&#8217;s Bay, einer Stadt in der Naehe von Port Elizabeth, ca. 700 km von Kapstadt entfernt, zeugt davon, dass die Apartheid noch nicht verdaut ist, was zwar schade, aber ueberaus verstaendlich ist.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Schon seit einiger Zeit macht unser Auto beunruhigende Geraeusche, weshalb wir in J&#8217;Bay an einer Tankstelle halten und um Rat fragen. Offensichtlich sind die Bremsen komplett hinueber, erzaehlen uns die beiden Maenner mit Afrikaans-Akzent. &#8222;Habt ihr das Auto von einem weissen, schwarzen oder farbigen Verkaeufer?&#8220; Auf meinen stark irritiert-aergerlichen Gesichtsausdruck und der stumpfen Antwort &#8222;Weiss&#8220; wissen sich die beiden Herren nicht anders als durch ein hilfloses &#8222;Hach ja, das sind ja auch die Schlimmsten, nicht wahr? Ha ha&#8220; zu helfen und es sind wahrscheinlich beide Parteien froh, als wir kurz darauf in Richtung unserer letzter Herberge verschwinden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/15.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-364" title="Chicken." src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/15.jpg?w=112&#038;h=150" alt="" width="112" height="150" /></a>Die relative Naehe zum vermissten Kapstadt und das Warten auf die Reperatur unseres Autos gestalten unseren Aufenthalt im ruhigen Surferparadies nicht unbedingt geniessbarer, doch zumindest verfuegen wir ueber kostenlosen Internetzugang und koennen uns mit Infos zum gerade aktuellen Erdbeben in Japan und seinen fatalen Folgen ueber Wasser halten bis Mercedes ihren Umstaenden entsprechend wieder fit und die Autobahn unsere ist.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Leider sind der Mond und das Feuer, an dem wir vorbeifahren, nicht hell genug, um dem Tafelberg auf den letzten 50 km entgegenzufiebern, doch sind wir alle gluecklich, als wir die inzwischen von uns allen geliebte wie vermisste Stadt am Kap der Guten Hoffnung muede, aber heil erreichen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Ja ja, so war das alles. Und so habe ich auch meine waehrend des ersten Aufenthaltes gesponnene Vorstellung, Suedafrika eines Tages zu bereisen, dank meiner Schwester eher als gedacht in die Tat umgesetzt und muss jetzt wohl zugeben, dass ich dieses Land besser kenne als mein Heimatland.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Doch wenn er nicht gesorben ist, dann lebt der Plan davon, Deutschland besser kennenzulernen, noch heute und wird ab Mai ebenfalls in die Tat umgesetzt. Dieses Mal aber &#8222;vernuenftig&#8220;. Vielleicht werde ich ja auch darueber schreiben und wie in diesem Reisebericht aehnlich viele Worte wie &#8222;suchen&#8220;, &#8222;fragen&#8220; und &#8222;erkennen&#8220; benutzen&#8230; </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Wie auch immer &#8211; Ich freu mich darauf!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Danke.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;" lang="DE">Phelina<em></em></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/phelina.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/phelina.wordpress.com/376/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/phelina.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/phelina.wordpress.com/376/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/phelina.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/phelina.wordpress.com/376/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/phelina.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/phelina.wordpress.com/376/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/phelina.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/phelina.wordpress.com/376/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/phelina.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/phelina.wordpress.com/376/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/phelina.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/phelina.wordpress.com/376/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=376&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">phelina</media:title>
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			<media:title type="html">Da!</media:title>
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			<media:title type="html">Nashorn im Krueger Nationalpark</media:title>
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			<media:title type="html">Fruehstueck vor den union Buildings in Pretoria</media:title>
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			<media:title type="html">In den Drakensbergen</media:title>
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			<media:title type="html">Im suedafrikanschen Dschungel, Umzumbe</media:title>
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			<media:title type="html">Das passierte oefter mal...</media:title>
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			<media:title type="html">Traumhaft in Morgen- wie Abenddaemmerung</media:title>
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			<media:title type="html">Coffee Bay</media:title>
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			<media:title type="html">Xhosa Frauen waehrend der Vorfuehrung traditioneller Taenze</media:title>
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			<media:title type="html">Chicken.</media:title>
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		<title>&#8222;Wieso?! Ist doch Afrika, oder?&#8220;</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 17:28:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>phelina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[﻿﻿﻿﻿﻿﻿﻿Meine Lieben, angesichts der politisch aeussert turbulenten Lage, in der wir uns momentan befinden, faellt es mir recht schwer, in der begrenzten Zeit, die ich vor dem PC verbringe, andere Dinge zu tun als die im Internetcafe waehrend meiner kurzen Onlinezeit kopierten Zeitungsartikel zu den aktuellen Geschehnissen zu lesen. Nichtsdestotrotz musste meine Prioritaetensetzung ja frueher <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=372&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">﻿﻿﻿﻿﻿﻿﻿Meine Lieben,</p>
<p style="text-align:justify;">angesichts der politisch aeussert turbulenten Lage, in der wir uns momentan befinden, faellt es mir recht schwer, in der begrenzten Zeit, die ich vor dem PC verbringe, andere Dinge zu tun als die im Internetcafe waehrend meiner kurzen Onlinezeit kopierten Zeitungsartikel zu den aktuellen Geschehnissen zu lesen. Nichtsdestotrotz musste meine Prioritaetensetzung ja frueher oder spaeter zu Euren Gunsten ausfallen, die Ihr ja sicherlich gespannt wie von meinem Opa selbst gespannte Flitzeboegen auf unsere Abenteuergeschichten aus Mosambik und Suedafrika wartet.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Vorbereitungen, insbesondere der erneute Besuch beim &#8222;Department of Home Affairs&#8220; sowie Telefonate mit der suedafrikanischen Botschaft in Mosambik, dem Innenministerium in Pretoria und einem Beamten an der mosambikanischen Grenze aufgrund von Visaschwierigkeiten, gepaart mit als Nicht-Zustaendigkeit getarntem Mangel an Pflichtgefuehl (seit unserem Antrag auf Verlaengerung sind nun statt der eigentlichen 30 bereits mehr als 70 Tage vergangen&#8230;), haetten das Attribut &#8222;abenteuerlich&#8220; zwar nicht unbedingt verdient, doch schon unsere erste Uebernachtung hatte es auf ihre Art in sich:<br />
Man weiss nicht, ob, man munkelt stattdessen nur, dass es daran liegt, dass wir die altbekannte &#8222;afrikanische Gelassenheit&#8220; schon so verinnerlicht haben, dass wir erst so spaet losfuhren, oder ob es unsere optimistische Einschaetzung der Fahrtuechtigkeit unseres lieben Autos <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/1.jpg"></a>war. Fakt ist, dass wir nach Mittag gen Joburg losfuhren und unser Zwischenstoppsziel Colesburg erst um ca. 23 Uhr erreichten. Eileen, Franziska, die inzwischen auch mit an Bord war, Lilli und ich kamen in eine Geisterstadt, es war ueberall dunkel und als wir feststellten, dass ebendies auch auf unsere potentielle Unterkunft zutraf, entschieden wir uns kurzum, die Nacht im Auto an der sehr hellen Tankstelle zu verbringen, die uns vor der Stadt so schoen angestrahlt hatte. Unwissend, wie viele Zuschauer unsere offenen Muender in dieser Nacht amuesiert hatten, machten wir uns frueh morgens auf den restlichen Weg nach Johannesburg.<br />
Wie gut erinnere mich noch an all die unglaeubigen Blicke vieler, denen ich vor knapp zwei Jahren von meiner damals zukuenftigen Heimatstadt erzaehlte und die mich wegen der hohen Kriminalitaetsrate stillschweigend oder direkt heraus fuer lebensmuede erklaerten, wie gut daran, dass ich trotz weitaus groesserer Vorsicht feststellen durfte, dass alles buchstaeblich halb so wild ist. Zu schade, dass Johannesburg selbst unter den Suedafrikanern dann doch als anderes Kaliber gilt, weshalb mich allein die Ankunft puenktlich zum Feierabendverkehr gegen 5 etwas nervoes machte.<br />
Die Automassen im &#8222;concrete jungle&#8220;, im Betondschungel, wie Johannesburg in Anlehnung an New York oft genannt wird, waren in der Tat enorm. Dies liegt daran, dass Jo&#8217;burg (kaum jemand hier nennt die Stadt bei ihrem vollen Namen) das Finanzzentrum Suedafrikas bildet. Es ist allseits bekannt, dass es sich in Kapstadt mit ihren Bergen und dem Meer besser leben laesst, waehrend die Jobs und das Geld in der Provinz Gauteng, die neben Johannesburg auch die Stadt Pretoria beherbergt, zu finden sind. Einer meiner Freunde versuchte sieben Monate lang erfolglos, einen Job in Kapstadt zu finden &#8211; in Jo&#8217;burg dauerte dies weniger als eine Woche. Eine Bankangestellte erzaehlte mir vor langer Zeit, dass ihr Chef sich immer ueber die Stadt am Kap lustig mache, da Deals, die in Johannesburg innerhalb von drei Monaten ueber die Buehne gingen, dort neun Monate braeuchten &#8211; daher also der Spitzname &#8222;Mutterstadt&#8220;.<br />
<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/1.jpg"></a><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-350" title="Eileen mit Pferd am Pool in Johannesburg" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/1.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Das, was uns in Jo&#8217;burg erwartete, zeugte zwar ebenfalls von Kapital, doch war es eher das Gegenteil einer urbanen Erfahrung: Die Bekannte aus Namibia, bei der wir fuer das Wochenende unterkamen, lebt am Rande der Metropole auf einer Pferdefarm. &#8222;Country style im Concrete Jungle&#8220;, um nicht zu sagen &#8222;back to the roots&#8220;, wenn man bedenkt, wo wir vier Maedels herkommen &#8211; wer haette das gedacht?<br />
Das Wochenende auf dem Land beinhaltete neben einer typischen Bauernschenke, aehm, Farmerbar, und einem atemberaubenem Panorama bestehend aus Eileen auf einem springenden Pferd mit der Johannesburger Skyline bei Sonnenuntergang im Hintergrund auch eine tierische Unterkunft. Nie haette ich mir eralptraeumen koennen, dass ich einmal in einem Raum auf dem Boden schlafen wuerde, in dem neben drei Hunden auch noch ebenso viele Katzen herumliefen, geschweige denn, dass letztere mir nachts dann auch noch &#8211; ungelogen &#8211; ueber den Kopf laufen wuerden! Da straeuben sich mit Sicherheit mindestens bei meiner Mutter, meinen Tanten und Omas die Haare, welche selbstverstaendlich auch ueberall im Apartment zu finden waren. Nicht einmal im Bad war man allein, es lag stets einer der Hunde auf einem Waeschehaufen gegenueber der Toilette und beobachtete unsere Geschaeftigkeiten.<br />
Nichtsdestotrotz bin ich wohl nicht die einzige, die sehr dankbar fuer Unterkunft -haltung unserer Bekannten ist. Ausserdem hat sie uns zur Bushaltestelle gebracht, von wo aus wir den Bus in Richtung Maputo nehmen konnten. (Unserer guten alten Mercedes wollten wir die angeblich sehr schlechten Strassen Mosambiks dann noch nicht zumuten.)<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-351" title="Am Taxirank in Maputo" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/2.jpg?w=248&#038;h=190" alt="" width="248" height="190" /></a><br />
Die ca. siebenstuendige Busfahrt stellte sich als sehr interessant heraus: Von angsteinfloessend leeren Strassen in der Johannesburger<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/2.jpg"></a> Innenstadt, die unsere Gastgeberin uebrigens seit 1 1/2 Jahren nicht mehr gesehen hat, ueber einen wunderschoenen ersten Eindruck an der mosambikanischen Grenze in der Morgendaemmerung, fuer den ich hart gegen meinen Schlaf kaempfte, bis hin zu offensichtlich sehr armen Gegenden in Mosambik, bei deren Anblick ich mir nicht sicher war, was unbequemer war: der Anblick der Armut an sich oder der Gedanke daran, dass dieser ein unbequemes Gefuehl in mir hervorruft&#8230;<br />
Wegen der zahlreichen Palmen und der sofort spuerbar lebhaften Atmosphaere war die Busfahrt durch die mosambikanische Hauptstadt ebenso erfrischend wie die Ankunft in unserem Hostel, die wir mit Blick auf Bananen- und Mangobaeume zu Musik der fabelhaften Erykah Badu ausserordentlich genossen.<br />
Es waere zynisch, zu schreiben, dass wir Maputo nach einer kalten Dusche unsicher machten, denn Sicherheit war definitiv ein Thema. Nach dem Geldabheben, das ungluecklicherweise nur an der Strasse und nicht etwa in einer Bank moeglich war, stand ich aufgrund von einer Mischung aus Unfaehigkeit, die Sicherheitslage in der mir unbekannten Stadt einzuschaetzen, und der offensichtlicheren Armut vieler Menschen innerlich innerlich vor einer Explosion, was den Weg zum Kuenstlermarkt ewig lang werden liess. Viel mehr als eben diesen Markt sahen wir von Maputo leider nicht, was zum einen daran lag, dass man staendig auf den Boden schauen musste, da der Buergersteig so uneben war, und zum anderen daran, dass Eileen aufgrund einer Reitverletzung nicht weit laufen konnte. Also siegte das Team Solidaritaet-Respekt-vor-der-Stadt-nach-5-Uhr gegen die Neugier-Abenteuerlust-Kombo und wir vier fanden uns auf ein typisch mosambikanisches, dem franzoesischen Baguette sehr aehnliches Brot mit Avocado, Ruehrei, Tomaten und Malariapille im Backpacker ein.<br />
<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/3-2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-352" title="Wir mit zwei Schweizerinnen und der besagten Englaenderin" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/3-2.jpg?w=277&#038;h=205" alt="" width="277" height="205" /></a>Im Verlauf des Abends sprachen wir mit einem aelteren Kanadier auf seiner Afrika-Rundreise, einer fuer &#8222;Aerzte ohne Grenzen&#8220; arbeitenden Irin, die mit ihrem reiselustigen suedafrikanischen Freund unterwegs war, dessen einziger Besitz sein gefuellter Reiserucksack ist und der im Vergleich zum Jahr 1999 viele Fortschritte in der mosambikanischen Hauptstadt erkannte, sowie mit zwei Franzosen, die im Auftrag der EU die Wasserversorgung in den umliegenden Doerfern verbesserten, sofern mich meine nicht mehr ganz so fabelhaften Franzoesischkenntnisse nicht taeuschten.<br />
Doch noch interessanter als die abendlichen Gespraeche waren die zwei Stunden, die wir am naechsten Morgen am dortigen Taxi Rank (der Name duerfte meinen Stammlesern ein Begriff sein, an alle anderen: zentraler Minibushalteplatz), verbrachten. Obwohl Lilli es sich &#8222;nicht so arm und dreckig&#8220; vorgestellt hatte wie wir es letztendlich vorfanden, erwarteten uns eine gewaltige Portion afrikanischen Charmes, mehr Frauen mit viel mehr Ladung auf ihren Koepfen, viel, viel mehr Strassenverkaeufer und viel, viel, viel vollere Busse, die die guten alten Kapstaedter Minibustaxen im Vergleich beinahe leer erscheinen liessen.<br />
Und waehrend ich aufgeregt Eindruecke aufsaugte, Eileen sich nicht entscheiden konnte, ob sie sich in der Karibik, in Indien oder ueberhaupt in ihrem Koerper und nicht in einem Film befindet, und sich Franzi beim fleissigen Fotografieren ein &#8222;Wieso?! Ist doch Afrika, oder?&#8220; entlocken liess, war eine englische Mitreisende damit beschaeftigt, den Fahrer permanent daran zu erinnern, dass wir eigentlich bereits vor einer halben, einer Stunde, zwei Stunden haetten abfahren sollen, und erfolglos zu versuchen, fuer uns Touristen denselben Fahrpreis wie fuer die Einheimischen einzufordern. Bevor ich wusste, dass sie einige Jahre in Malawi aufgewachsen war, belaechelte ich die netten Versuche noch. Kannte sie die klassischen Minibustaxiregeln nicht?<br />
Dass sie auf ihr Recht auf denselben Preis bestand, war fuer mich nachvollziehbar, ich bezahle im Minibustaxi auch nicht prinzipiell Touristenaufschlag. Wenn man jedoch bedenkt, dass wir andererseits 1. auch vom Hostel abgeholt wurden und 2. alle gerade froehlich um die Welt reisen, was auf die junge Englaenderin, wie wir spaeter herausfanden, noch besser zutrifft als auf uns, fand ich es letztendlich doch unpassend, fuer eine neunstuendige Busfahrt unbedingt umgerechnet neun statt der fuer uns veranschlagten 15 Euro bezahlen zu wollen. Idealerweise moechte der Taxifahrer mit seiner Frau ja auch nur das Schulgeld seiner Tochter bezahlen, damit sie vielleicht studieren kann und nicht ebenfalls als Strassenverkaeuferin oder Reinigunskraft endet. Ob unsere 6 Euro jedoch wirklich in Bildung investiert werden, bleibt natuerlich insbesondere in Hinblick auf die verlockenden KFCs und McDonald&#8217;s an jeder Ecke oder dem ausserordentlichen Bedarf an Uhren, Handys etc. als Statussymbole trotzdem fraglich. Und Rechtfertigung fuer 7x teurere Brot- oder 25x teurere Taxipreise, wie wir es in Tofo erlebten, ist dies natuerlich auch wieder nicht.<br />
<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-353" title="SCHIMMEN!!" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/3.jpg?w=284&#038;h=143" alt="" width="284" height="143" /></a>Tofo, ein Kuestenort Mosambiks war, nebenbei bemerkt, unser Fahrtziel, das wir am spaeten Nachmittag erreichten. Mal wieder stimmte die uns aus Namibia bekannte Rechung Eileen + Phelina + Strandplaene = Regen, was Franzi und mich jedoch nicht davon abhielt, endlich im ungemein waermeren Indischen Ozean schwimmen zu gehen.<br />
Die Zeit zwischen den beiden Uebernachtungen ueberbrueckten wir damit, in der Gegend rare Geldautomaten zu suchen, um uns mit unschlagbar guenstigen Meeresfruechten und Fisch den Bauch vollzustopfen, Strandspaziergaenge zu machen, Delphine aus der Ferne zu beobachten, mithilfe des lokalen Biers &#8222;2M&#8220; Flunkyball international zu verbreiten oder damit, multikulturelle Abende zu verbringen (England, Schweiz, Portugal, Australien, Suedafrika und Deutschland waren vertreten). Darueber hinaus unternahmen<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/5.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-355" title="Auf der Insel" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/5.jpg?w=282&#038;h=205" alt="" width="282" height="205" /></a> wir einen Tagestrip mit einem kleinen Boetchen, das aufgrund mangelnden Windes von zwei Fischermaennern, die einen Tag pro Woche in die Tourismusbranche wechseln, lange Zeit muehsam in Bewegung gesetzt werden musste. Neben Seesternen sahen wir einen Hammerhai und Franziska, wie sie aus extremem Blasendruck vom Boot sprang und im flachen Gewaesser auf die Insel zulief, wo wir zu Mittag essen sollten. Zwischen den Palmen und kleinen Strohhuetten fand sie auf der Insel nur eine vollschlanke Frau, die kein Englisch sprach, aber ihren offenbar gutaussehen Sohn rief, dem Franziska von ihrer Not berichtete. Umgehend fuehrte er sie zu einem kleinen Holzbau, den sie betrat und einige Holzbalken und Palmblaetter vorfand, die sie jedoch weder als Toilette identifizieren noch benutzen konnte.<br />
Also musste Franziska in ihrem Bikini auf uns Mitreisende sowie unseren speziellen Tourguide warten, der uns nach Betreten der Insel erst einmal aufforderte, uns aus Respekt vor den Einwohnern zu bedecken!<br />
<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/4.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-354" title="In Tofo" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/4.jpg?w=213&#038;h=211" alt="" width="213" height="211" /></a>Bei ein paar frisch gefangenen Krebsen und traditionell mosambikanischen Essen zu Mittag vergass Franziska die Peinlichkeit, wie wild halbnackt auf der Insel mit 849 Einwohnern, die in der Vergangenheit als Rueckzugsort vor portugiesischen Kolonialisten diente, was die einzigen Informationen waren, die unser Guide mit uns teilte, herumgelaufen zu sein, wohl relativ zuegig.<br />
Beinahe ebenso zuegig verstrich unsere Zeit in Mosambik, sodass wir in der folgenden Nacht wieder den Bus in Richtung Maputo nahmen, in dem einer Einheimischen, die dazustieg, beim Anblick lauter weisser Menschen beinahe die Augen herausfielen (ob diese Reaktion positiv oder negativ zu deuten war, vermag ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen&#8230;). In der Hauptstadt war unser Gepaeck teuer: Es wurde zunaechst von zwei Maennern auf dem Weg zum richtigen Minibus herumgetragen, wofuer sie Geld verlangten und somit den Schein der Freundlichkeit bzw. reinen Hilfsbereitschaft schnell truebten, und danach mussten wir wieder einen Touristenaufschlag fuer die Gepaeckmitnahme hinnehmen.<br />
Nun gut. Wir erreichten die Grenze eingequetscht aber heil, wurden dort von einem Einheimischen unverzueglich mit einem netten &#8222;Moin Moin&#8220;, welch erfreuliches Touristenrelikt, begruesst und die beiden Rothaarigen erhielten nett laechelnd Visa bis zum 9. Juni, mit denen sie die maximale Aufenthaltsdauer fuer Touristen von 2 x 90 Tagen legal um gut drei Wochen verlaengern koennTen!<br />
Diese ueberaus goennerische Gastfreundschaft muessen wir wohl doch abschlagen und wir sehen uns Mitte Mai, wenn nicht bereits naechste Woche in meinem virtuellen Zuhause, in dem Ihr Euch gerade befindet, um noch mehr Reisegeschichten mitsamt einer Abenteuergeschichte aus Johannesburg nachzu(er)les/ben!<br />
Juhu, juhu, juhu, alles ganz spannend und toll. Hoffentlich langweile ich Euch nicht zu sehr&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Bis ganz bald,</p>
<p style="text-align:justify;">Phelina</p>
<div id="attachment_361" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/12.jpg"><img class="size-medium wp-image-361" title="Sonnenuntergang in den Drakensbergen" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/12.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ausblick auf den naechsten Teil...</p></div>
<p> </p>
<p>PS: Der letzte Artikel ist jetzt auch mit sehenswerten Fotos bestueckt!</p>
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			<media:title type="html">phelina</media:title>
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			<media:title type="html">Eileen mit Pferd am Pool in Johannesburg</media:title>
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			<media:title type="html">Am Taxirank in Maputo</media:title>
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			<media:title type="html">Wir mit zwei Schweizerinnen und der besagten Englaenderin</media:title>
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			<media:title type="html">SCHIMMEN!!</media:title>
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			<media:title type="html">Auf der Insel</media:title>
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			<media:title type="html">In Tofo</media:title>
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			<media:title type="html">Sonnenuntergang in den Drakensbergen</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Hast du mal kurz Zeit (zu geben)?</title>
		<link>http://phelina.wordpress.com/2011/02/23/hast-du-mal-kurz-zeit-zu-geben/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 17:23:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>phelina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Soleil*, 18: &#8211; 2 x 4 Monate Gefaegnisaufenthalt - 1. Aufenthalt in Zusammenhang mit Gruppenzwang und aggressivem Verhalten - 2. Gefaegnisaufenthalt wegen verspaetetem Erscheinen zu Gerichtsverhandlung aufgrund von Drogenkonsum am Vorabend - Mutter gestorben, als er drei war - Vater letzten Juni gestorben - nach der 6. Klasse nicht mehr in der Schule gewesen ﻿﻿ <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=329&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5130.jpg"></a>Soleil</strong>*, 18: &#8211; 2 x 4 Monate Gefaegnisaufenthalt <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5137.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-344" title="Vier Vier..." src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5137.jpg?w=235&#038;h=179" alt="" width="235" height="179" /></a></p>
<p>- 1. Aufenthalt in Zusammenhang mit Gruppenzwang und aggressivem Verhalten</p>
<p>- 2. Gefaegnisaufenthalt wegen verspaetetem Erscheinen zu Gerichtsverhandlung aufgrund von Drogenkonsum am Vorabend</p>
<p>- Mutter gestorben, als er drei war</p>
<p>- Vater letzten Juni gestorben</p>
<p>- nach der 6. Klasse nicht mehr in der Schule gewesen ﻿﻿<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5136.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-343" title="Soleil" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5136.jpg?w=233&#038;h=225" alt="" width="233" height="225" /></a></p>
<p>- spricht gebrochen Englisch <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5136.jpg"></a></p>
<p>- kann kaum lesen und schreiben</p>
<p>- kaum Berufserfahrung</p>
<p>- kaum Computerkenntnisse</p>
<p>- stets freundlich, hoeflich</p>
<p>- ausgepraegter Lernwille</p>
<p>- spuerbares Redebeduerfnis <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5149.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-347" title="Unsere beiden Protagonisten" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5149.jpg?w=231&#038;h=225" alt="" width="231" height="225" /></a></p>
<p>- lernte nach eigenen Angaben im Gefaengnis, wie wichtig es ist, positive Lebensentscheidungen zu treffen</p>
<p>- moechte in seiner Gemeinde eine Kindertanzgruppe eroeffnen und seine Erfahrungen praeventativ teilen</p>
<p><strong>Mxoliso</strong>*, 23: &#8211; ca. einjaehriger Gefaegnisaufenthalt aus unbekannten Gruenden<br />
- Mutter lebt weit entfernt</p>
<p>- Vater lebt in Kapstadt, es besteht jedoch fast kein Kontakt</p>
<p>- lebt mit Schwester</p>
<p>- 10. Klasse vollendet</p>
<p>- sehr gute Sprachkenntnisse, wortgewandt <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5132.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-340" title="Mxolisi" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5132.jpg?w=230&#038;h=209" alt="" width="230" height="209" /></a></p>
<p>- Berufserfahrung durch verschiedene kurzzeitige Beschaeftigungen</p>
<p>- rudimentaere Computerkenntnisse</p>
<p>- extrovertiert</p>
<p>- leicht ablenkbar</p>
<p>- &#8222;Klassenclown&#8220;</p>
<div id="attachment_339" class="wp-caption alignright" style="width: 237px"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5131.jpg"><img class="size-medium wp-image-339 " title="Mxolisis linker Arm" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5131.jpg?w=227&#038;h=151" alt="&quot;Mum&quot; / &quot;Life is war but ok&quot; / &quot;?&quot;" width="227" height="151" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Das Leben ist Krieg, aber okay&quot; ist der Titel eines seiner Gedichte. Auf seinem rechten Arm steht: &quot;No more trouble I promis u better days&quot; </p></div>
<p>- verschwiegen, was Persoenliches angeht</p>
<p>- frueher drogenabhaengig; Rueckfall, als seine Vermittlungsorganisation im Dezember geschlossen war ﻿</p>
<p>- kaum Motivation, einen Beruf zu finden, bequem</p>
<p>- haelt sich nicht immer an Bewaehrungsauflagen</p>
<p>- verfasst Gedichte, auch um seine Situation zu verarbeiten, interessiert sich fuer Musik</p>
<p>- moechte professionell schreiben</p>
<p><strong>Cumani</strong>*, 27: &#8211; 5-jaehriger Gefaegnisaufenthalt aus unbekannten sowie unerklaerlichen Gruenden</p>
<p>- hat Abitur <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5158.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-348" title="Eileen und die beiden" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5158.jpg?w=247&#038;h=176" alt="" width="247" height="176" /></a></p>
<p>- spricht ausgezeichnet Englisch</p>
<p>- einige langfristige Berufserfahrungen</p>
<p>- verfuegt ueber sehr gute Computerkenntnisse</p>
<p>- ausgesprochen motiviert</p>
<p>- hilfsbereit</p>
<p>- dankbar <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5139.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-345" title="&quot;Promoting the right the right to positive development&quot;" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/03/img_5139.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p><strong>Henry</strong>*, 41: &#8211; mehrjaehriger Gefaegnisaufenthalt aus unbekannten Gruenden</p>
<p>- 9. Klasse vollendet</p>
<p>- schlechte Englischkenntnisse</p>
<p>- kaum Berufserfahrung</p>
<p>- keine Computerkenntnisse</p>
<p>- ungeduldig, aggressive Tendenzen</p>
<p>- schnell ermuedet</p>
<p>- lernbereit</p>
<p>- willig, was Jobsuche angeht</p>
<p>- besonders gluecklich ueber Erfolgserlebnisse</p>
<p><strong>Marvyn</strong>*, 20: &#8211; zweijaehriger Gefaegnisaufenthsalt wegen Besitz einer Waffe, die ihm nicht gehoerte</p>
<p>- waehrend des Aufenthalts in ein anderes Gefaegnis verlegt worden</p>
<p>- lebt mit seiner Familie</p>
<p>- mittelmaessige Englischkenntnisse</p>
<p>- keine Computerkenntnisse</p>
<p>- extrem ausgepraegtes Redebeduerfnis</p>
<p>- spuert Druck von zu Hause</p>
<p>- lebt eigenen Angaben nach im Ghetto</p>
<p>- konsumiert Drogen zum Zeitvertreib, jedoch weniger als in der Vergangenheit</p>
<p>- empfindet die Zeit im Gefaegnis als schlimmste seines Lebens</p>
<p>- war dort durchweg hungrig</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2011/02/img_5127.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-331" title="Zwei unserer Jungs und ich" src="http://phelina.files.wordpress.com/2011/02/img_5127.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Das sind die Profile des Grossteils der Jungs, mit denen Eileen und ich uns seit ca. einem Monat zwei Tage die Woche beschaeftigen. Ziemlich zufaellig erfuhr zunaechst Eileen, dann auch ich von dem gefuehlten Notstand der Kapstaedter Nichtregierungsorganisation &#8222;Young in Prison&#8220; (YiP). Hier wurde aus Spendenmangel Personalmangel. Aus Personalmangel wurde Zeitmangel. Aus Zeit- Qualitaetsmangel.</p>
<p style="text-align:justify;">Also spazieren Eileen und ich eine Woche nach unserem Bewerbungsgespraech gespannt und hochgeschlossen ins Gemeindehaus in Salt River und werden dort von Marissa* Soleil vorgestellt: &#8222;Maedels, das ist Soleil, einer unserer Teilnehmer. Soleil liest gerade die Stellenanzeigen in der Zeitung.&#8220; Soleil laechelt, gibt uns hoeflich die Hand und widmet sich wieder seiner Zeitung.</p>
<p style="text-align:justify;">Marissa ist die Koordinatorin des Post-Release-Programmes von YiP, das auf die Resozialisierung der aus dem Gefaengnis entlassenen Teilnehmer abzielt und in vielen Faellen der Sozialiserung jener entspricht. Die Organisation arbeit sowohl innerhalb des Gefaegnisses als auch nach ihrer Freilassungen mit kriminell gewordenen Jugendlichen. Die Teilnahme an den YiP-Programmen, die den jungen Menschen auf kuenstlerische, literarische und sportliche Weise zum einen die Moeglichkeit geben, auch unter schwierigen Gefaegnisbedingungen produktiv und verantwortungsbewusst zu sein, und sie zum anderen ermutigen sollen, positive Lebensentscheidungen zu treffen, ist freiwillig.</p>
<p style="text-align:justify;">Marissa kuemmert sich primaer um die Jobsuche der Jungs und ist heilfroh, dass wir unsere Zeit nutzen, sie durch Computerkurse zu unterstuetzen, denn eigentlich ist sie eher mit der Spendenakquise zur Aufrechterhaltung der Organisation beschaeftigt. Eileen ist heilfroh, nach erster Beruehrung mit Gefaegnissen waehrend ihres Studiums weitere Praxiserfahrung zu sammeln, die Jungs scheinen heilfroh, dass ihnen etwas frischer Wind aus Deutschland um die taetowierte Haut weht, und ich bin heilfroh, meiner Zeit endlich wieder gemeingueltigeren Sinn zu verleihen.</p>
<p style="text-align:justify;">Marissa verlaesst den Raum, unsere erste &#8222;Unterrichtsstunde&#8220; beginnt mit Soleil und Mxolisi. &#8211; &#8222;Na, Soleil, wie kommst du so voran?&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Es dauert nicht lang bis wir bemerken, dass es nicht mal Bilder gibt, die er sich anschauen kann. Mit den Stellenanzeigen kann er fast nichts anfangen, denn erstens ist sein Englisch relativ schlecht und zweitens kann er kaum lesen. Im Gespraech erfahren wir, dass er nach der sechsten Klasse nicht mehr zur Schule ging, dass seine Mutter starb, als er drei war, sein Vater letzten Juni, kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefaegnis. Er ist jeden Tag im Buero von Young in Prison. Sonst hat er nichts Besseres zu tun. Auch Mxolisi ist oft hier, es gefaellt ihm. Es scheint als waere die Organisation mit ihren Mitarbeitern eine Art Ersatz fuer die Familie, die sie beide nicht haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Staerkend, zweifelsohne, aber nicht Sinn und Zweck des Programms. Die Jungs sollen das Programm so frueh wie moeglich, so spaet wie noetig verlassen und auf ihren eigenen Beinen stehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Also geht es an&#8217;s Berbungslaeufeschreiben, Tippen lernen, daran, das Internet zu entdecken. Im Laufe der Zeit kommen mehr junge Maenner dazu. Darunter beispielsweise Cumani, der so selbststaendig und motiviert ist, dass er neben dem Internetzugang und zwischenzeitlichen Bestaetigungen seiner Ideen keine Unterstuetzung braucht. Im Gegensatz dazu aber auch Henry, der uns vor die Herausforderung stellt, einem 41-Jaehrigen das Internet zu erklaeren, der noch nie an einem Computer sass, geschweige denn eine vage Vorstellung vom World Wide Web hat. Welch ein Glueck, dass ich das schon mal mit meinem Opa gemacht habe und dass nie mehr als fuenf Teilnehmer anwesend sind. Sonst waeren die beiden Aushilfssozialarbeiterinnen mit wenig Fachwissen, aber viel Enthusiasmus bei zwei alten Computern sowie sehr unterschiedlichen Kenntnissen und Beduerfnissen der Teilnehmer wohl ziemlich ins Schleudern gekommen.</p>
<p style="text-align:justify;">Doch obwohl wir bisher nicht uebermaessig viel Zeit in Salt River verbracht haben, sind schon gewaltige Fortschritte zu sehen: Fast alle Jungs kommen regelmaessig zu unseren &#8222;Kursen&#8220;, haben eine Email-Adresse, einen ansehnlichen Lebenslauf, den sie selbst geschrieben und verstanden haben, was zum Teil Eileens Vorwissen ueber Personalmanagement zu verdanken ist, zwei Teilnehmer hatten bereits Bewerbungsgespraeche, mit Soleil arbeite ich seit kurzem an einem Leseprogramm, das von ehemaligen Freiwillgen auf der Grundlage von ihren Erfahrungen mit den Jungs im Gefaegnis entwickelt wurde. Das Alphabet kann er zwar noch nicht ganz, doch wurden ihm von Marissa bereits verbesserte Englischkenntnisse bezeugt.</p>
<p style="text-align:justify;">Haette ich diese Zeilen zwei Tage eher geschrieben, waere er am Ende, an das Ihr hier bereits fast gelangt seid, wahrscheinlich optimistischer, da wir jedes Mal, wenn wir das Gemeindehaus erschoepft verlassen und uns unwillig in unser ueberhitztes Auto setzen, das Gefuehl haben, etwas erreicht, etwas geteilt, etwas erhalten zu haben.</p>
<p style="text-align:justify;">An diesem Montag jedoch war unser Auto noch heisser, da wir schon gegen Mittag wieder nach Hause fuhren. Von dem urspruenglichen Plan, mit ein paar Jungs undfrisch ausgedruckten Lebenslaeufen zum Beispiel zum Flughafen zu fahren, um uns nach Jobs zu erkundigen, wurde leider nichts. Keiner der Teilnehmer erschien. Und erreichen konnten wir sie auch nicht, weil die meisten kein Handy mehr besitzen.</p>
<p style="text-align:justify;">Wie schade, dass wir unsere Reise durch Mosambik und Suedafrika, die morgen beginnt, mit diesem arbeitstechnischen Fragezeichen beginnen muessen. Nun ja, ich gehe davon aus, dass uns die mosambikanischen Palmen (hoffentlich nicht die Muecken!) schnell davon ablenken werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich werde berichten&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;"> </p>
<p>Bis bald, wenn bei Euch hoffentlich die Fruehlingssonne scheint,</p>
<p>Phelina</p>
<p>PS: Wegen der schlechten Verbindung hier schaffe ich es mal wieder nicht, mehr Fotos hochzuladen, aber irgendwann werden sie da sein!</p>
<p>* Namen von mir, der Redaktion, geaendert.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/phelina.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/phelina.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/phelina.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/phelina.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/phelina.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/phelina.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/phelina.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/phelina.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/phelina.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/phelina.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/phelina.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/phelina.wordpress.com/329/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/phelina.wordpress.com/329/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/phelina.wordpress.com/329/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=329&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8222;Häusliche Affären&#8220;</title>
		<link>http://phelina.wordpress.com/2011/01/25/hausliche-affaren/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 10:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>phelina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[So, nachdem der Namibia-Artikel nun endlich mit Fotos versehen ist, möchte ich Euch kurz – wir werden sehen wie ich ,kurz&#8217; dieses Mal definiere – von Eileens und meinem zweiteiligen Visa-Verlängerungsdrama erzählen. Eines sonnigen Montages machen meine Schwester und ich uns pflichtbewusst daran, unsere Visa einen Monat vor Auslauf unserer Aufenthaltsgenehmigungen für die ersten drei <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=326&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">So, nachdem der Namibia-Artikel nun endlich mit Fotos versehen ist, möchte ich Euch kurz – wir werden sehen wie ich ,kurz&#8217; dieses Mal definiere – von Eileens und meinem zweiteiligen Visa-Verlängerungsdrama erzählen.</p>
<p style="text-align:justify;">Eines sonnigen Montages machen meine Schwester und ich uns pflichtbewusst daran, unsere Visa einen Monat vor Auslauf unserer Aufenthaltsgenehmigungen für die ersten drei Monate zu verlängern. Vor gut zwei Monaten sind wir nämlich in Kapstadt angekommen. Wie die Zeit vergeht, werden vielleicht einige von euch denken und mir den mir anderen Dummen mit dem einen Gedanken mimen.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber gut, zurück zum Thema: Eben kurz auf der Internetseite nachgeschaut, wo sich das „Department of Home Affairs“ befindet, sitzen wir auch schon im Minibustaxi in Richtung Zentrum. Die Saint George Straße sagt uns etwas, den genauen Standort müssen wir bei einem Sicherheitsmann erfragen, der uns daraufhin erklärt, das Büro habe seinen Standort gewechselt &#8211; ach eine Art und Weise herauszufinden, wie aktuell die Homepage ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Wie auch immer. Weiter geht es zur neuen Adresse des „Department of Home Affairs“, das von außen auf den ersten Blick eher an den Hintereingang unserer alten Sporthalle am Gymnasium als an ein Regierungsgebäude erinnert. Vor der Tür werden wir auch gleich von Tunesiern empfangen. „Seid ihr Zwillinge?“ „Nein, Schwestern.“ „Oh wow, dann will ich mal eure Mutter kennen lernen. Sie muss unwahrscheinlich hübsch sein.“   &#8211; Auf in den Kampf! Die Innenansicht überrascht uns nach dem ersten Außeneindruck leider nicht positiv. Na gut, solange der Service stimmt…</p>
<p style="text-align:justify;">Erst mal informieren, denken wir uns und setzen uns in die Stuhlschlange, in dessen Nähe der handgeschriebene Zettel „Application Forms and Information“ hängt. Dort erhalten wir nach einer guten halben Stunde einen Zettel, auf dem die zuständige Frau harsch und ohne Erklärung abhakt, welche Dokumente zur Antragstellung benötigt werden.  Mist, die Kontoauszüge haben wir vergessen. Schnell nachgefragt, wie viel Geld wir nachzuweisen haben, denn wurde uns dies weder mitgeteilt noch steht es auf dem Informationsblatt, und ab geht es, die Auszüge zu besorgen. 5000 Rand, d.h. gute 500 Euro, pro Monat möchte das Innenministerium auf unserem Konto sehen &#8211; ein monatliches Budget, von dem manche Familien hier nur träumen können, wenn man bedenkt, dass diese Summe teilweise monatliches Einstiegsgehalt Studierter ist, dass die Arbeitslosenrate bei 25% liegt, dass der Mindestlohn in Südafrika umgerechnet ca. 32 Euro pro Woche beträgt und dass die Lebensmittelpreise in örtlichen Supermärkten den deutschen in vielen Fällen entsprechen.</p>
<p style="text-align:justify;">Am Ein- und Ausgang warten schon die beiden nordafrikanischen Gigolos auf uns, verraten uns ungefragt ihre Namen, wollen uns in unserem Stadtteil absetzen, mit uns feiern gehen, beteuern uns, dass man nie genug Freunde haben kann, selbst wenn man in einer Beziehung ist (leider viel zu selten eine wirksame Abschreckmethode), finden uns ganz klasse, müssen ohne unsere Handynummern nach Hause fahren.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Online-Banking geht leider nicht schnell genug, also träumen Eileen und ich eine Nacht von problemarmer Visaantragstellung und kehren am nächsten Tag mit frisch ausgedruckten Kontoauszügen wieder.  Den vom Rest kaum abgetrennten Informationsschalter können wir dieses Mal überspringen und setzen uns zum nächsten Schalter: Submissions. Einreichungen. Die Länge der Schlange stattet uns mit ausreichend Zeit aus, das interessante Publikum zu beobachten, das von kürzlich verheirateten Afrikanern mit Kind über amerikanische Studenten bis hin zur allein erziehenden Europäerin mit Tochter reicht. Es sind nämlich nur vier der fünf Schalter mit jeweils unterschiedlicher Funktion besetzt und das zu unseren Ungunsten auch nicht durchgängig. Nun ja, Bekannte hatten uns im Vorfeld mitgeteilt, dass man Tage beim „Department of Home Affairs“ verbringen könne. Dieses Wissen macht die Angelegenheit bzw. das Warten allerdings nur unwesentlich besser, was mir ein älteres Ehepaar, das geschlagene zwei Stunden am Informationsschalter verbrachte, sicherlich bestätigen könnte.</p>
<p style="text-align:justify;">Während Eileen und ich also in der Schlange sitzen und von Zeit zu Zeit brav einen Stuhl aufrücken, beobachten wir einerseits einen undurchsichtigen Positionswechsel sowie ein Rein- und Rausrennen der Angestellten, wobei durchgehend mindestens ein Schalter unbesetzt bleibt: In den dreieinhalb Stunden, die wir insgesamt in dem maroden Gebäude (eine längerfristige Uebergangslösung, wie es scheint) verbringen, bewegt sich die Schlange am Schalter für Agenten keinen Zentimeter, sie verlängert sich nur. Froh, dass wir ausnahmsweise nicht als Agenten unterwegs sind, wundern wir uns doch, warum ein paar unserer Vorgänger den Raum nacheinander augenrollend verlassen. Als wir an der Reiher sind, lüftet die zuständige Dame das Geheimnis: Es fehlen neben ihrer Motivation und ihrem Pflichtbewusstsein die Kopien unseres Reisepasses, was leider nicht ausdrücklich auf dem Informationsblatt steht, was am vorherigen Tag nicht erwähnt wurde, was mir nicht mitgeteilt wurde, als ich zuvor nachgefragt hatte, ob die Ausdrucke unserer Kontoauszüge akzeptal sind und eine andere Frau durch unsere Dokumente gegangen war, worauf die eine am Einreichungsschalter nicht laut aufmerksam machte, als sie Antragsteller wiederholt zum Kopieren ihrer Pässe wegschickte.</p>
<p style="text-align:justify;">Kopieren kann man darüber hinaus nicht vor Ort, man muss stattdessen in eine ca. 1km entfernte Seitenstraße der Adderley Street spazieren. Wie praktisch, dass wir zu zweit sind, sodass ich die Stellung in der Schlange halten kann.</p>
<p style="text-align:justify;">Einige Zeit später kommt Eileen wieder, gibt mir wie bestellt meine Zeitung und ein paar Weintrauben, die sie von einem der vielen Straßenhändler besorgte, und lässt sich schon mal in der nächsten, der &#8222;Hauptschlange&#8220;, nieder, um Zeit zu sparen. Ich reiche währenddessen unsere Dolumente ein, bekomme einen Zettel, der bestätigt, dass ich alles fein eingereicht habe, und uns nahelegt, innerhalb von 30 Tagen wiederzukommen, um unseren Stempel abzuholen. Mit einer groben Geste in Richtung des Hauptschalters sagt die Dame: &#8222;Du musst jetzt da rüber gehen.&#8220; &#8222;Gut, danke. Aber woher weiß ich, wann innerhalb dieser 30 Tage wir wiederkommen müssen?&#8220; &#8211; &#8222;Du bekommst eine SMS, wenn die Unterlagen aus Pretoria hier angekommen sind.&#8220; &#8211; &#8222;Und dann?&#8220; &#8211; &#8222;Dann wartest du drei Werktage und kommst hierher.&#8220; &#8211; &#8222;Okay. Danke.&#8220; &#8211; &#8222;Es kann aber auch länger dauern, man weiß das nie so genau.&#8220; &#8211; &#8222;Aha.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Etwas verwirrt geselle ich mich zu Eileen, die irgendwo inmitten anderer Antragsteller sitzt, da sie sich trotz Nachfragen einfach mitten in die Schlange setzen durfte, weshalb wir relativ schnell an der Reihe sind. Angesichts der Tatsache, dass gegen ein Uhr Mittag zeitweise keiner der Schalter besetzt ist, ist dies trotzdem verwunderlich. Zu schade, dass unsere Einreichungsfrau ihre Mittagspause gerade beendet, als wir an der Reihe sind, und uns im Vorbeigehen mitteilt, dass wir am falschen Schalter sitzen. Juhu!</p>
<p style="text-align:justify;">Kopfschüttelnd, aber dennoch irgendwie amüsiert gliedern wir uns an den benachbarten Kassenschalter, den sie mit ihrem Fingerzeig wohl meinte. Wie ironisch, dass gerade in diesem Augenblick Michael Jacksons &#8222;Human Nature&#8220; aus den Lautsprechern eines Handys ertönt.  Im Gegensatz zu vielen anderen Situationen, in denen Prozesse oft eher untypisch beschleunigt werden, sobald es um Geld geht, müssen wir dieses Mal eine halbe Stunde warten, bis überhaupt jemand am Schalter auftaucht, der uns dann mürrisch knapp 45 Euro für das Visum abnimmt, woraufhin wir das &#8222;Department of Home Affairs&#8220; in gespannter Erwartung auf unseren nächsten Besuch verlassen.</p>
<p style="text-align:justify;">Nun ja, etwas Gutes hatte dieser Tag ja doch: Die zwei Tunersier waren dieses Mal nicht da!</p>
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		<title>Namibia mit Fotos.</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Dec 2010 21:17:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>phelina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Festive Season&#8220;, Weihnachtszeit in Kapstadt: Die allermeisten Bueros schliessen fuer ein paar Wochen, viele Leute haben frei, gehen zum Strand oder auf den Weihnachtsmarkt, der allabendlich in der Adderley Street stattfindet und stark an eine Kirmes erinnert, was zu einem nicht unermesslichen Teil an der (kitschig-)bunten Beleuchtung liegt, so manches wird (noch) etwas lockerer gesehen <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=264&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">&#8222;Festive Season&#8220;, Weihnachtszeit in Kapstadt: Die allermeisten Bueros schliessen fuer ein paar Wochen, viele Leute haben frei, gehen zum Strand oder auf den Weihnachtsmarkt, der allabendlich in der Adderley Street stattfindet und stark an eine Kirmes erinnert, was zu einem nicht unermesslichen Teil an der (kitschig-)bunten Beleuchtung liegt, so manches wird (noch) etwas lockerer gesehen als sonst, denn &#8222;Hey! Es ist Dezember!&#8220;, es ist der Lieblingsmonat vieler Suedafrikaner &#8211; und Eileen und Phelina fahren nach Namibia!</p>
<p style="text-align:justify;">Wir starten unsere Reise am 8.12. entspannt, aber relativ planlos, was an dieser Stelle jedoch nicht mit dem Wort &#8222;ahnungslos&#8220; zu verwechseln ist. Mit unseren Schlafsaecken, der noetigsten Kleidung, mit und ohne Kulturbeutel, aber definitiv mit Sueadfrika-Atlas und zwoelf Litern Wasser im Kofferraum unseres 92er Toyota Corolla, den wir liebevoll &#8222;Mercedes&#8220; nennen, fahren wir mittags gegen 12 bei bruellender Hitze mit Durchschnittstempo 85 gen Norden. Die Temperatur macht uns jedoch wenig aus, denn wir haben ja herunterrollbare Fenster statt Klimaanlage und neben unseren ca. sieben Sachen Vorfreude auf das Wetter in Namibia dabei, wo es im Dezember &#8211; so viel wussten wir vorher &#8211; 2000  Kilometer naeher am Aequator sowie in unmittelbarer Wuestennaehe ziemlich heiss sein soll. Was wir darueber hinaus wissen, ist die Einwohnerzahl des recht grossen afrikanischen Landes: 2,6 Millionen. 1+1 zusammengezaehlt bedeutet das also, dass wir beiden zu einem grossen Teil relativ allein sein werden. Dass dieses Wissen mitsamt unserer Vorstellungskraft allerdings kein Vergleich zu dem tatsaechlichen Gefuehl des Alleinseins ist, werden wir schon bald erfahren.</p>
<p style="text-align:justify;">Auf geht&#8217;s! Raus aus Kapstadt, rein in die suedafrikanischen Landschaften. Irgendwann fragt Eileen mich &#8222;Where are we now?&#8220; (ja, aus Uebungsgruenden sprechen wir die meiste Zeit Englisch miteinander) und alles, was ich ihr sagen kann, ist: &#8222;We&#8217;re on our way.&#8220; Wir sind nicht nur auf dem Weg nach Namibia, wir sind auf unserem Weg &#8211; und das fuehlt sich gut an.</p>
<p style="text-align:justify;">Aus Rueckischt auf Mercedes liegt unser erster Stopp knapp 300 km nicht ganz noerdlich, eher nord-westlich unserer momentanen Heimat. Wir entscheiden uns fuer die Kuestenstadt Lambert&#8217;s Bay, da es uns im Landesinnern zu heiss ist. <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3634.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-265" title="Eileen in Lambert's Bay mit Brot, Avo  und Tomate aus der Tüte" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3634.jpg?w=164&#038;h=124" alt="" width="164" height="124" /></a>Fast unmittelbar nach dem Linksabbiegen in Richtung Meer merkt man, dass es kuehler wird. Etwas zu kuehl fuer ein klassiches Picknick am Strand, doch das soll Eileen und mich nicht davon abhalten, dort unter bewoelktem Himmel Brot mit Avocado und Tomate zu essen. Gewuerzt mit Salz und Pfeffer und geschnitten mit den beiden neuen Messern, die wir uns zuvor im oertlichen Spar besorgt haben, auch ohne Teller ein Genuss, an dem sich unsere Gaumen von nun an morgens sowie abends erfreuen duerfen.</p>
<p style="text-align:justify;">Als es zu kalt wird, verlassen wir den Strand, machen uns bett- bzw. autofertig und es <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3635.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-318" title="Unsere Campingnachbarin unter'm Weihnachtsbaum" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3635-e1293222798775.jpg?w=170&#038;h=227" alt="" width="170" height="227" /></a>uns danach in Mercedes gemuetlich, da klopft es ploetzlich an unserem Fenster. Unsere Nachbarin laed uns auf ihr beim Grillen uebrig gebliebenes Lammfleisch, Kartoffeln mit Knoblauchsauce und anschliessenden Tee unter ihren weihnachtlich dekorierten Laubbaum ein. Sie haette nicht einschlafen koennen, wenn sie die beiden rothaarigen Maedchen nicht danach gefragt haette, ob sie auch gut zu Abend gegessen haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Nach netten Unterhaltungen mit ihr und ihrem Ehemann, die Weihnachten seit 30 Jahren auf diesem Campingplatz verbringen, wohl auch um etwas mehr in Gesellschaft zu sein als auf ihrer abgelegenen Farm, sowie mit weiteren Nachbarn legen wir uns mit vollem Magen in unser Auto und treten am naechsten Morgen unsere Weiterreise an. Es fuehrt uns vor der Ueberfahrt nach Namibia in das stark Afrikaans gepraegte Staedtlein Springbok, das uns neben dem Schlafplatz einen atemberaubenden Sternenhimmel bietet.</p>
<p style="text-align:justify;">Am drit<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3669.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-319" title="Welcome to Namibia" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3669.jpg?w=122&#038;h=92" alt="" width="122" height="92" /></a>ten Tag stehen wir besonders frueh auf, da uns von langen Wartezeiten an der Grenze erzaehlt wurde, doch dauert es in unserem Fall gluecklicherweise nur eine Viertelstunde bis wir einen neuen Stempel in unseren Reisepaessen haben und schon koennen wir weiter in Richtung Norden, genauer gesagt nach Keetmanshoop, einer der groessten Staedte in Sued-Namibia, fahren.</p>
<p style="text-align:justify;">Dort angekommen,<strong> </strong> finden wir leere Strassen, Geschaefte und eine geisterstadtaehnliche Atmosphaere vor, nur leider kaum Einheimische. Dies ist gerade umso tragischer, da unser Auto am oertlichen Spar, der um 15 Uhr ebenfalls geschlossen ist &#8211; alles aufgrund des Menschenrechts-Feiertages, wie wir spaeter erfahren &#8211; nicht anspringt und die wenigen Einwohner, die doch durch die Strassen schlendern, sich nun alle um Mercedes versammeln. Zum Glueck dauert es nicht lange bis wir weiterfahren koennen und so verschlaegt es uns zu einer Art Kiosk, wo uns selbiges Schicksal ereilt. Gut, denken wir uns, nach so einer langen Fahrt hat Mercedes sich eine Pause und wir uns ein kuehles Getraenk verdient.</p>
<p style="text-align:justify;">In der Zwischenzeit hat sich ein Junge, der uns bereits an der Tankstelle um Geld gebeten hatte, unserem Wagen genaehert und fragt uns wiederholt nach ein paar Namibischen Dollar, um sich etwas Handyguthaben zu besorgen &#8211; erfolglos. Doch laesst er nicht locker und wir uns gezwungenermassen auf ein Gespraech mit ihm ein, das, vorbei an Fragen zu unserer Herkunft, ueber Komplimente darauf hinauslaeuft, dass er die beiden huebschen Maedels fuer Geld nur zu gern mal &#8222;essen&#8220; wuerde. Dies hat in diesem Fall nichts mit Kannibalismus zu tun, doch muss ich davon ausgehen, dass meine kleinste Schwester dies liest, weshalb ich mir eine Uebersetzung von &#8222;to eat someone/a lady&#8220; an dieser Stelle spare.</p>
<p style="text-align:justify;">Dieser improvisierten Prostitution sowie dem menschenleeren Campingplatz innerorts entkommen, landen wir in einer L<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3688.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-266" title="Phelina beim Sprung in den Pool!" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3688.jpg?w=95&#038;h=71" alt="" width="95" height="71" /></a>odge etwas ausserhalb von Keetman<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3701.jpg"><img class="alignleft  size-thumbnail wp-image-267" title="Der Sonnenuntergang &amp; Eileen" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3701.jpg?w=75&#038;h=83" alt="" width="75" height="83" /></a>shoop, wo wir uns sicher und allein fuehlen, was wohl auch damit zusammenhaengt, dass wir die einzigen Gaeste sind. Halb so wild, denken wir uns, dann nutzen wir den Pool unter den Palmen mit Blick auf namibische <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3729.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-269" title="Somewhere over the rainbow... " src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3729-e1293224245539.jpg?w=74&#038;h=98" alt="" width="74" height="98" /></a>Weite eben allein, bevor uns der wirklich heisse  Wuestenwind bei Brot mit Avo und Tomate und einem atemberaubenden Sonnenuntergang, der in keinem Afrika-Bildband schoener haette abgedruckt sein koennen, uns um die nackten Beine und Arme weht. Allein sehen wir auch den Regenbogen, der sich nach einem kurzen Sommerregen am Himmel zeigt.</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3748.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-270" title="Windhoek" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3748.jpg?w=211&#038;h=158" alt="" width="211" height="158" /></a>Noch frueher als am Vortag stehen wir an diesem Samstagmorgen auf, um in jedem Fall spaetstens nachmittags in Windhoek anzukommen. Es ist kurz nach eins, als uns mit Blick auf die Hauptstadt das Grossstadtgefuehl ueberkommt. Wir finden jedoch schnell heraus, dass auch hier viele Geschaefte, wie auch die Touristeninformation, frueh schliessen, woraufhin wir uns eine warme Mahlzeit in unserer Lieblingsfischrestaurantkette (sehr abenteuerlustig und interessiert, ich weiss&#8230; Aber Mama, Ocean Basket! Komm vorbei!) goennen. Danach erkunden wir die Stadt, wenn man es so nennen moechte, indem wir unsere Unterkunft fuer die Nacht suchen, wobei uns Windhoek weder bemerkenswert deutsch noch unglaublich spannend erscheint &#8211; ein Eindruck, den viele Besucher teilen &#8211; und so lernen wir bei ein, zwei, drei Bier ein paar Leute kennen, die ebenfalls im Backpacker &#8222;The Cardboard Box&#8220; unterkommen, wo der beste &#8222;Vibe&#8220; Windhoeks herrschen soll. Aha. Mein Verdacht, dass Kapstadt uns sehr verwoehnt oder gar verzogen hat, erhaertet sich. Das Nachtleben ist weniger berauschend als das lokal gebraute Bier namens &#8222;Windhoek&#8220;, aber gut, am naechsten Tag geht es weiter nach Swakopmund &#8211; und das mit drei weiteren Reisenden, die wir am Abend kennen gelernt haben: Ravi, einem Freiwilligen aus Deutschland, Amanda, Weltenbummlerin aus den USA und Studentin in Botswana sowie Pia, gebuertige Namibianerin mit englischem Vater und Wohnsitz in Johannesburg, auf dem Weg in die alte Heimat. Die ca. dreistuendige Fahrt wird nur von einer Passkontrolle unterbrochen, die uns kurz zurueck nach Windhoek fuehrt und bei der wir allerlei Broschueren zum &#8222;Ueberleben des Sommers in Namibia&#8220; erhalten. Von Ratschlaegen zum Sonnenbaden ueber Werbung der oertlichen Radiosender bis hin zu Tipps zum Autofahren ist alles enthalten. Letzteres ist nicht nur in der ehemaligen deutschen Kolonie, sondern beispielsweise auch in Suedafrika ein Problem. Die &#8222;Festive Season&#8220; ist bekanntlich die Zeit, in der die meisten Auto- und Busunfaelle passieren. Einer der Gruende ist wohl, dass das sowieso viel zu weit verbreitete und akzeptierte &#8222;drinking and driving&#8220;, also das Autofahren nach nicht nur maessigen Alkoholkonsum, im Dezember noch lockerer genommen wird als sonst. Dies fuehrte &#8211; nebenbei bemerkt &#8211; dazu, dass im suedafrikanischen Fernsehen zurzeit ein abschreckender Werbespot ausgestrahlt wird: Es wird nicht nur mit Gefaengnisaufenthalt gedroht, sondern auch die Moeglichkeit betont, dass man bei Inhaftierung von anderen Insassen vergewaltigt werden kann. Krass.</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3798.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-271" title="Eileen und ich beim Tyger Reef" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3798.jpg?w=164&#038;h=123" alt="" width="164" height="123" /></a></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3832.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-274" title="Die Reisenden + 1 in Swakopmund" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3832.jpg?w=176&#038;h=132" alt="" width="176" height="132" /></a> Als tugendhafte Deutsche machen wir so etwas selbstverstaendlich nicht und<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3811.jpg"> </a> kommen heil und mit ersten Wuestenimpressionen in      Swakopmund an, wo es schon eher deutsch und auf jeden Fall viel belebter ist als in Wondhoek. Mit unseren Mitreisenden begeben wir uns schnurstracks zur Strandbar &#8222;Tyger Reef&#8220;, die uns einen umwerfenden Blick auf Meer und Wueste bietet. Zu dem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass wir nach ein paar guten Gespaechen und einer Nacht in einem schlossartigen Backpacker (Eileens und meiner ersten Nacht in Betten) mit weissem, aber leider verstimmten Klavier und Verabschiedung von Pia und Ravi auf einer Strasse fahren, von der aus man rechts auf den  Atlantischen Ozean und links auf die namibische Wueste blickt. Unglaublich.</p>
<p style="text-align:justify;">Eileen und ich befinden uns mit Mercedes und der Amerikanerin Amanda erst noch am Rand, aber schon bald mitten in der Wueste. Der absolute Wahnsinn! Anfangs ist auch das Befahren der Schotterstrassen, die als einziges durch die Wueste fuehren, noch aufregend und wir steigen nur aus, um noch mehr von der Wueste fassen zu koennen. Sorry Tafelberg, aber die Wueste ist das Schoenste, was ich jemals gesehen habe. Schwer vorzustellen wie auch zu beschreiben, aber sie besteht mitnichten aus zunaechst faszinierenden, aber schnell langweilig werdenden Sandduenen. Sie ist so farb- und abwechslungsreich, dass ich mich nicht entscheiden kann, ob ich das Erlebnis des Fahrens durch die Wueste praeferiere oder lieber in Wuestenlandschaften eintauchen moechte.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Zeit vergeht, der Atem bleibt angehalten und ich weiss, wie pathetisch das alles klingt, aber es ist wirklich unfassbar schoen und aufregend, besonders als wir Zebras, wilde Pferde, Springboecke, Straussen und Kamele entdecken. Irgendwann ist das Fahren bei einer Durchnittsgeschwindigkeit von unter 30 km/h wegen der zahllosen grossen und kleinen Steine und der staendigen Suche nach der besten Spur nichtsdestotrotz anstrengend, wir muessen mehrfach aussteigen, um Wasser nachzufuellen und es wird dunkel, weshalb wir gegen sechs in der naechsten wie auch ersten Wuestenstadt Rast machen, die aus einer Tankstelle, einem kleinen Laden mit riesen Getraenkeauswahl, welch Ueberraschung, ein paar Zimmern, einem Campingplatz, wie praktisch, und wenigen Haeusern besteht, alles das in einem Radius von 200 Metern. Der Name dieser Stadt? Solitaire.</p>
<p style="text-align:justify;">Am naechsten Morgen sind es unerwartet nur noch knappe zwei Stunden bis wir unser eigentliches Ziel, Sessriem/Sossusvlei erreichen, uns einen teuren Campingplatz fuer die Nacht sowie eine Erlaubnis fuer die Weiterfahrt zu den Duenen besorgen &#8211; und schon begeben wir uns am fruehen Mittag dorthin, zur Duene 45, 45 km vom Lager entfernt. Wieder fahren wir, genauer gesagt dieses Mal Eileen, durch schoene Landschaften, sehen Tiere, ein Kudu ist dabei, und erreichen die Duene, die wir dann zu dritt erklimmen, wobei ich mir die Sisyphusarbeit des Beschreibens nun erspare und lieber ein paar Bilder sprechen lasse:</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3979.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-296" title="Unberührter Wüstensand" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3979.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /> </a><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3996.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-299" title="Genau!" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3996.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4001.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-301" title="Ja, das habe ich gemacht!" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4001.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3865.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-277" title="Wueste" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3865.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3917.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-286" title="Wueste." src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3917.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3896.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-280" title="Wueste..." src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3896.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3880.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-278" title="Wueste!" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3880.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3938.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-288" title="Springböcke auf dem Weg" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3938.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4007.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-302" title="Wüstenweite" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4007.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3907.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-284" title="Mehr Wüste" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3907.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3992.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-298" title="Eileen in der Wüste" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3992-e1295284114893.jpg?w=112&#038;h=150" alt="" width="112" height="150" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3990.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-297" title="Phelina in der Wüste" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3990-e1295284363108.jpg?w=112&#038;h=150" alt="" width="112" height="150" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3887.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-279" title="On the road in the desert" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3887.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3964.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-293" title="Baum in der Wüste" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3964.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3933.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-287" title="Andere Farben in der Wüste" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_3933.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Wieder im Lager bin ich nach dem Mittagessen zu muede zum Lesen und mache mit meiner Schwester einen Mittagsschlaf und nach einem Bier mit Amanda am Sessriem Canyon, in den wir so lange Steine werfen bis wir feststellen, dass es Fuehrungen am Boden des Canyons gibt, Abendbrot und Dusche legen wir uns frueh schlafen, da unser Wecker am naechsten Morgen um 4:30 Uhr klingeln wird, damit wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf die Duene klettern koennen.</p>
<p style="text-align:justify;">Gesagt, getan. Ohne Fruehstueck ist das Erklimmen der Duene an diesem Tag anstrengender als am Vortag, doch werden wir mit einem phantasischen Naturschauspiel belohnt:</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4061.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-307" title="Sonnenaufgang in der Wüste" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4061.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /> </a><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4085.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-312" title="Etwas verschlafen" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4085.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4087.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-313" title="Wow." src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4087-e1293225433547.jpg?w=112&#038;h=150" alt="" width="112" height="150" /></a> <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4095.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-314" title="Mmh..." src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/12/img_4095-e1295286005260.jpg?w=112&#038;h=150" alt="" width="112" height="150" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Und nach einigen Schotterkilometern und Stunden befinden wir uns in Mariental, wo wir Amanda in ein Minibustaxi nach Windhoek, von wo aus sie wieder nach Botswana faehrt, setzen und machen uns auf den Weg nach Kapstadt. Den beruehmten Fish River Canyon muessen wir aufgrund des etwas labilen Zustands unseres Autos, im wahrsten Sinne des Wortes &#8222;angeknackst&#8220;, auf unserer To-Do-Liste undurchgestrichen lassen, doch denken wir uns, dass die Rueckkehr in die Mutterstadt nach einem zweiten Zwischenstopp in Springbok mindestens genauso schoen sein muss. Und was der Bauer nicht kennt, vermisst er nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Und so kommen die beiden Rothaarigen gesund und munter, aber mit Ersatzreifen wieder in Kapstadt an, wo sie warm aufgenommen werden und von morgen bis Sonntag warme Waisenweihnachten feiern werden.</p>
<p style="text-align:justify;">In Anbetracht der Tatsache, dass sich die meisten von Euch momentan wohl ungluecklucherweise noch im Weihnachtsstress befinden, ist es eher unwahrscheinlich, dass diese Zeilen noch vor Weihnachten gelesen werden, aber ich wuensche ein frohes, schoenes und herzliches Fest der Liebe, das ich wie auch Eileen nur zu gern in der Kaelte mit der lieben Familie feiern wuerde.</p>
<p style="text-align:justify;">Geniesst das Beisammensein und bis bald,</p>
<p style="text-align:justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify;">Phelina</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/phelina.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/phelina.wordpress.com/264/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/phelina.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/phelina.wordpress.com/264/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/phelina.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/phelina.wordpress.com/264/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/phelina.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/phelina.wordpress.com/264/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/phelina.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/phelina.wordpress.com/264/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/phelina.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/phelina.wordpress.com/264/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/phelina.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/phelina.wordpress.com/264/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=264&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">phelina</media:title>
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			<media:title type="html">Eileen in Lambert's Bay mit Brot, Avo  und Tomate aus der Tüte</media:title>
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			<media:title type="html">Unsere Campingnachbarin unter'm Weihnachtsbaum</media:title>
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			<media:title type="html">Welcome to Namibia</media:title>
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			<media:title type="html">Phelina beim Sprung in den Pool!</media:title>
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			<media:title type="html">Der Sonnenuntergang &#38; Eileen</media:title>
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			<media:title type="html">Somewhere over the rainbow... </media:title>
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			<media:title type="html">Windhoek</media:title>
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			<media:title type="html">Eileen und ich beim Tyger Reef</media:title>
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			<media:title type="html">Die Reisenden + 1 in Swakopmund</media:title>
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			<media:title type="html">Unberührter Wüstensand</media:title>
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			<media:title type="html">Genau!</media:title>
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			<media:title type="html">Ja, das habe ich gemacht!</media:title>
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			<media:title type="html">Wueste</media:title>
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			<media:title type="html">Wueste.</media:title>
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			<media:title type="html">Wueste...</media:title>
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			<media:title type="html">Wueste!</media:title>
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			<media:title type="html">Springböcke auf dem Weg</media:title>
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			<media:title type="html">Wüstenweite</media:title>
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			<media:title type="html">Mehr Wüste</media:title>
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			<media:title type="html">Eileen in der Wüste</media:title>
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			<media:title type="html">On the road in the desert</media:title>
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			<media:title type="html">Baum in der Wüste</media:title>
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			<media:title type="html">Andere Farben in der Wüste</media:title>
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			<media:title type="html">Sonnenaufgang in der Wüste</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8222;Papa, warum sagen die &#8216;Bis gleich&#8217;&#8220;?</title>
		<link>http://phelina.wordpress.com/2010/11/28/papa-warum-sagen-die-bis-gleich/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 13:33:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>phelina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das waren die letzten Worte unserer kleinen Schwester Emmylou, die wir nach unserer Verabschiedung noch hoerten, bevor sie auf dem Weg zur Schule ins Auto stieg. Fuer sie wird die Zeit ohne die beiden grossen Schwestern vermutlich endlos lang erscheinen: in meinen Augen Ausdruck einer der groessten Wermutstropfen unserer Reise. Was unsere Wahrnehmung anbetrifft, erscheinen <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=255&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Das waren die letzten Worte unserer kleinen Schwester Emmylou, die wir nach unserer Verabschiedung noch hoerten, bevor sie auf dem Weg zur<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/11/img_3240.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-256" title="Red 2 &amp; Red 1" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/11/img_3240.jpg?w=325&#038;h=257" alt="" width="325" height="257" /></a> Schule ins Auto stieg. Fuer sie wird die Zeit ohne die beiden grossen Schwestern vermutlich endlos lang erscheinen: in meinen Augen Ausdruck einer der groessten Wermutstropfen unserer Reise.</p>
<p style="text-align:justify;">Was unsere Wahrnehmung anbetrifft, erscheinen die uns bevorstehenden sechs Monate &#8211; rueckblickend auf das ganze Jahr, das ich zuletzt in Kapstadt verbracht habe und unwahrscheinlich schnell verging &#8211; ja fast wie ein Kurzurlaub im Land der Guten Hoffnung, wie ich es nennen moechte. Denn in Hinblick auf die letzte, unsere erste Woche in Kapstadt ist mir eins klarer denn je: Auch wenn so mancher aufgrund meines zweiten Auslandsaufenthaltes Gegenteiliges beteuern mag, weiss ich, dass meine Haut nicht faul ist und mich ein Kurz- bzw. Langurlaub im urspruenglichen Sinne vermutlich entweder wahnsinnig oder ungluecklich oder beides machen wuerde. Als ein guter Bekannter und sogenannter Lebenskuenstler hoerte, dass ich immer noch nicht zu studieren begonnen habe, rief er voller Euphorie: &#8222;Phelina, you&#8217;ve lost all your German brain!&#8220; &#8222;Phelina, du hast dein gesamtes deutsches Gehirn verloren!&#8220; Ja, Vorhaben dieser Art entsprechen nicht gerade der typisch deutschen Denk- und Lebensweise. Nein, ich werde mich nicht auf die faule Haut legen (koennen). Dafuer bin ich nicht hier.</p>
<p style="text-align:justify;">Die vergangene Woche <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/11/img_3255.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-257" title="Eileen und Wise in Kalk Bay" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/11/img_3255-e1290950766134.jpg?w=174&#038;h=232" alt="" width="174" height="232" /></a>haben Eileen und ich vor allem damit verbracht, uns wieder einzuleben, in Suedafrika, in Kapstadt und vor allem in unserem Viertel Observatory. Das Wetter liess nach unserer Ankuft auf afrikanischem Boden zunaechst kaum Aktivitaten im Freien zu, doch waren wir mittlerweile zwei Mal am Strand und haben unsere Haut dort von der suedafrikanischen Sonne kuessen und unsere Sommersprossen erwecken lassen, wobei dieser Ausdruck der Intensitaet der Sonnenstrahlen wohl nicht ganz gerecht wird. Wir waren am Hafen in Kalk Bay, auf dem Samstagsmarkt, wir haben anlaesslich des Geburtstags einer amerikanischen Freundin gemeinsam mit vielen Freunden gekocht und Wein getrunken und uns auch im Wohnzimmer &#8222;unserer&#8220; Jungs, der irischen Kneipe &#8222;Scrumpy Jack&#8220; blicken lassen. Es geht uns gut.</p>
<p style="text-align:justify;">Nichtsdestotrotz hat man, habe ich schlicht und ergreifend schon mehr als einiges von dieser Stadt gesehen und so ist der Glanz des Neuen, die Spannung und Aufregung des Entdeckens etwas verblasst.Versteht mich nicht falsch, ich habe weder alles erkundet und verstanden noch die Lust an Kapstadt verloren. Uns geht es sehr gut! Was ich aber sagen moechte, ist, dass ich andere Dinge sehen, entdecken und Neues verstehen lernen muss, um rundum zufrieden sein.<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/11/img_3269.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-258" title="in Kalk Bay" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/11/img_3269.jpg?w=209&#038;h=156" alt="" width="209" height="156" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Der Tafelberg ist immer noch traumhaft, die Menschen freundlich usw., doch war es schon mal interessanter, Minibustaxi zu fahren, sich anderen Entdeckern Kapstadts beim Dinner Club zu Live- oder Jazz-Musik vom CD-Spieler vorzustellen oder von Studenten zu hoeren, dass sie vier Monate brauchten, um sich nach der Weltmeisterschaft wieder aufs Lernen einzustellen. Aber kein Grund zur Sorge, ich glaube, dass zweite erste Eindruecke naturgemaess weniger euphorisch ausfallen als erste erste und bin Guter Hoffnung, dass ich momentan einfach nur zu ungeduldig bin, dass ich darueber hinaus mein (deutsches) Gehirn nicht verlieren werde und die kommenden sechs Monate einiges fuer uns in petto haben.</p>
<p style="text-align:justify;">In diesem Sinne: Bis gleich!</p>
<p style="text-align:justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align:justify;">Phelina</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/phelina.wordpress.com/255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/phelina.wordpress.com/255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/phelina.wordpress.com/255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/phelina.wordpress.com/255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/phelina.wordpress.com/255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/phelina.wordpress.com/255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/phelina.wordpress.com/255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/phelina.wordpress.com/255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/phelina.wordpress.com/255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/phelina.wordpress.com/255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/phelina.wordpress.com/255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/phelina.wordpress.com/255/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/phelina.wordpress.com/255/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/phelina.wordpress.com/255/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=255&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Red 2 &#38; Red 1</media:title>
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			<media:title type="html">Eileen und Wise in Kalk Bay</media:title>
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			<media:title type="html">in Kalk Bay</media:title>
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	</item>
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		<title>Vortrag über mein Jahr in Südafrika</title>
		<link>http://phelina.wordpress.com/2010/10/29/vortrag-uber-mein-jahr-in-sudafrika/</link>
		<comments>http://phelina.wordpress.com/2010/10/29/vortrag-uber-mein-jahr-in-sudafrika/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 13:30:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>phelina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo Du, der sich gerade auf meine Seite verirrt hat, bei Interesse möchte ich Dich herzlich zu einer gemütlichen Runde am Sonntag, 31. Oktober 2010, ab 18.00 Uhr ins Gasthaus Kingston in Bersenbrück einladen. Ich werde dort ein wenig (mehr) von meinem Freiwilligendienst, meinen Erfahrungen und Erlebnissen in Südafrika und vor allem Kapstadt erzählen, Fotos <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=243&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Du, der sich gerade auf meine Seite verirrt hat,</p>
<p>bei Interesse möchte ich Dich herzlich zu einer gemütlichen Runde am Sonntag, 31. Oktober 2010, ab 18.00 Uhr ins Gasthaus Kingston in Bersenbrück einladen.<br />
Ich werde dort ein wenig (mehr) von meinem Freiwilligendienst, meinen Erfahrungen und Erlebnissen in Südafrika und vor allem Kapstadt erzählen, Fotos sowie Videos zeigen und ggf. Fragen beantworten!<br />
Vielleicht sieht man sich ja, ich würde mich jedenfalls freuen!</p>
<p>Alles Gute,</p>
<p>Phelina</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/phelina.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/phelina.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/phelina.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/phelina.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/phelina.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/phelina.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/phelina.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/phelina.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/phelina.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/phelina.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/phelina.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/phelina.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/phelina.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/phelina.wordpress.com/243/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=243&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">phelina</media:title>
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	</item>
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		<title>Letzte Eindrücke aus Kapstadt</title>
		<link>http://phelina.wordpress.com/2010/07/14/letzte-eindrucke/</link>
		<comments>http://phelina.wordpress.com/2010/07/14/letzte-eindrucke/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 00:39:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>phelina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[„The situation is bad here cant evn slip Im scard my body is shakng frm head 2 toe. Xenophobia attacks.” (The situation is bad here, I can’t even sleep, I’m scared, my body is shaking from head to toe. Xenophobic attacks.” [Die Lage ist schlimm hier, ich kann nicht mal schlafen, ich habe Angst, mein <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=237&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/07/img_2312.jpg"></a><strong>„The situation is bad here cant evn slip Im scard my body is shakng frm head 2 toe. Xenophobia attacks.”</strong></p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><em>(The situation is bad here, I can’t even sleep, I’m scared, my body is shaking from head to toe. Xenophobic attacks.”</em></p>
<p style="text-align:justify;"><em>[Die Lage ist schlimm hier, ich kann nicht mal schlafen, ich habe Angst, mein Körper zittert von Kopf bis Fuß. Anschläge gegen Ausländer.“]</em></p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Diese SMS erhielt ich letzte Nacht um 00:51 von meiner Kollegin, die in einem Township namens Samora Machel wohnt. Schock, Angst und Panik gehörten zu meinen Reaktionen. Und das im so buntgemischten Observatory, meinem Zuhause. Wie soll es einem dann nur gehen, wenn man sich wie Ayanda mitten im Geschehen befindet, die fliegenden Steine und Gangster sieht, die Schüsse hört?</p>
<p style="text-align:justify;">Allzu genau möchte man das wohl nicht wissen, da hat mir persönlich meine Township-Erfahrung beim letzen Fieldtrip gereicht: Um unser Medienprogramm auch den Kindern in anderen Provinzen näher zu bringen, hat es zwei meiner Kolleginnen und &#8211; dank meiner Spender &#8211; auch mich im Mai für zehn Tage in die Nord-West Provinz und das Nordkap verschlagen (vgl. Fotos Nr.713 &#8211; 841), wo wir auch im Township untergekommen sind. Dort gab es neben den typisch, aber immer wieder wunderbar lebensfrohen afrikanischen Kindern und der viel zitierten Herz-/Menschlichkeit nämlich so einiges, was mal wieder der Gewöhnung bedurfte: Von der nächtlichen Eiseskälte im südafrikanischen Winter (denn ohne Heizung und jegliche Isolierung sind auch 10-15°C rattenkalt), der altbekannten Waschwanne für die tägliche Hygiene und der Außentoilette, die nach Einbruch der Dunkelheit durch einen großen Eimer innerhalb des mehr einer Garage als irgendetwas anderem<strong> </strong>ähnelnden Hauses ersetzt wurde, über Chicken Feet, Hühnerfüße, die es zu essen gab (lecker!), bis hin zu der Tatsache, dass es nachts von oben tropfte und die Ratten unter dem Bett herliefen, war hier alles zu erleben. Wie gut wir Kapstädterinnen, zu denen ich mich wohl auch zählen darf, uns jedoch anpassen konnten, hat die gute Gogo, die Oma im Haus, allerdings schwer erstaunt. Vor unserer Ankunft kaufte sie noch extra verschiedene Dinge ein, um es uns mit unseren höheren Standards zurechtzumachen. Und nach ein paar Tagen hat sie schon gar nicht mehr (verblüfft) geguckt, als ich morgens den Toiletteneimer in Richtung Außentoilette trug.</p>
<p style="text-align:justify;">Und obwohl ich als weiße Ausländerin zwar nicht nur Zielgruppe der Anschläge gehöre, schätze ich mich doch ungemein glücklich, nicht gerade zu Unruhezeit wie sie aktuell zu erleben sind im Township gewohnt zu haben. Irgendwann reicht es mit den hautnahen Erfahrungen.<strong> </strong>Nachgefragt habe ich bei meiner Kollegin trotzdem und damit selbstverständlich nicht nur mein Interesse gestillt, sondern ging es vorrangig darum, ihr ein offenes Ohr zu bieten, das (hier) ja manchmal nicht so leicht zu finden ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Sind die angekündigten Anschläge gegen ausländische Afrikaner nach Ende der Weltmeisterschaft also wirklich eingetreten? Nein, sagt u.a. die Polizei. Die Einbrüche in die Geschäfte ausländischer Inhaber beispielsweise seien schlichte Kriminalität unter dem Deckmantel der Ausländerfeindlichkeit. Davon sind besonders Somalier betroffen, die allgemein als gute Geschäftsmänner bekannt sind, weshalb bei einigen stereotyp faulen Südafrikanern das Gefühl aufkommt, dass ihnen ihre Arbeitsplätze genommen würden.</p>
<p style="text-align:justify;">Ob es nun darum geht, die Ausländer aus den Townships und aus dem Land zu vertreiben, oder mehr um die Waren in den Geschäften, Ayandas somalischem Nachbarn hilft das nicht mehr. Er wurde vergangene Nacht entmannt und enthauptet.</p>
<p style="text-align:justify;">Solche Vorfälle ereigneten sich allerdings längst nicht überall, haben doch die Gerüchte, so negativ sie von Grund auf auch sind, auch ihren Weg zu Polizei und Zuständigen für Sicherheit gefunden, die z.B. in Khayelitsha entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen haben. Analog dazu wurden vonseiten einiger südafrikanischer Township-Bewohner selbst,<strong> </strong>die solcher Gewaltausbrüche ebenfalls mehr als überdrüssig sind<strong>,</strong> Aktionen organisiert, um derartigen Verbrechen vorzubeugen.</p>
<p style="text-align:justify;">Und all das nach vier großartigen Wochen. Ich kann mich zwar nur auf Kapstadt beziehen, was meine eigenen <a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/07/img_2312.jpg"><img class="alignleft" title="Deutsche Fans in Kapstadt" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/07/img_2312.jpg?w=267&#038;h=170" alt="" width="267" height="170" /></a>Erfahrungen anbetrifft, aber hier war die Stimmung ausgezeichnet, die Leute sind einander begegnet, haben gemeinsam gefeiert und gefiebert, die Arbeit und sonstige Verpflichtungen weniger ernst als sonst genommen und diese Zeit einfach ausgiebig zum Zelebrieren, beinahe hätte ich Enjoyen gesagt <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  , genutzt. Ich selbst habe beim leider weniger stimmungsvollen Kapstädter Auftaktspiel Frankreich – Uruguay, zu dem ich spontan ein Freiticket bekam, ziemlich gefroren, da half selbst der Südafrika-Schal wenig, doch allgemein spielte auch das Wetter angesichts der Tatsache, dass momentan Winter ist, gut mit.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Ja, die Fußball-Weltmeisterschaft ist mehr oder minder reibungslos über die Bühne gegangen und nun zu Zeiten des „LAWC“ (Life After the World Cup/Lebens nach der Weltmeisterschaft) werden die „The show must go on“-Rufe lauter. (Über den Showcharakter des Großevents könnte man natürlich Bände schreiben, das lasse ich aber lieber, ich habe nur noch 1 ½ hier in Kapstadt&#8230;)</p>
<p style="text-align:justify;">Wie lang Schwarz, Farbig und Weiß aufeinander zugehen, wie lang der Enthusiasmus anhält, wenn er nach vergangener Nacht nicht schon wieder gebrochen ist, wie sich das Bild Afrikas in den Augen des Rests der Welt verändert hat und welche Auswirkungen dies und andere Faktoren haben werden, wird sich noch zeigen.</p>
<p style="text-align:justify;">Zum Afrika-Bild ein Wort: Dass nicht überall in Afrika Löwen durch die Gegend laufen, dürfte der aufmerksame TV-Zuschauer bzw. WM-Tourist, je nach Kleingeld und Motivation, mittlerweile verinnerlicht haben, doch ist fraglich, wie akkurat das „neue“ Bild denn nun wirklich ist, wenn man z.B. in Erwägung zieht, dass es hier Krankenhäuser gibt, in denen ein kleiner Teil saniert und dem internationalen Publikum präsentiert wurde&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Im wahrsten Sinne des Wortes bemerkenswert ist auch, dass die Züge und Busse während der letzten vier Wochen so wunderbar pünktlich waren und auch außergewöhnlich lange fuhren. Doch das hat sich mit dem Ende der Veranstaltung schlagartig wieder geändert. Es verlangt wohl niemand, dass Minibustaxifahrer ihre Kunden in den Townships zu jeder Zeit bis vor die Haustür fahren, geschweige denn, dass Polizisten ständig Leute zu ihrer Sicherheit nach Hause begleiten (leider scheinen sie anderen Dingen nachgehen zu müssen), doch wäre ein wenig längerfristige Veränderung wohl mehr als wünschenswert.</p>
<p style="text-align:justify;">Für die meisten Südafrikaner heißt es von nun an wieder: Back to normal&#8230; Nicht jedoch für mich, für die die Zeit tickt und tickt und tickt. So brutal die aktuellen Geschehnisse auch sind, meine letzten Eindrücke werden davon sicherlich nicht zu sehr überschattet. Im Grunde genommen war von diesem diversen Land ja nichts Anderes zu erwarten. <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:justify;">In meinen letzten Tagen und Wochen, von denen ich hoffentlich noch einmal Fotos hochladen werde,<a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/07/sdc10775.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-238" title="moi" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/07/sdc10775.jpg?w=225&#038;h=270" alt="" width="225" height="270" /></a> habe ich für meine kleine Schwester noch einmal den Touri-Guide gespielt, natürlich war ich auch ein wenig im WM-Fieber, ich habe noch einmal Elefanten, Büffel usw. gesehen, bei einem Workshop mit Mädchen, die mit ihren Arbeiterfamilien auf abgelegenen Weinfarmen leben und so auf irgendwie nachvollziehbare und doch inakzeptable Weise oft vernachlässigt werden, zwar ein Deutschlandspiel verpasst, dafür aber einen für mich bisher unbekannten Lebensraum mit ganz anderen Herausforderungen kennen gelernt; auf der Arbeit geht es nun um die letzten Schliffe, der Endbericht muss geschrieben werden, meine Freunde und Bekannten wollen alle noch ein Stück Phelina, Phelina will noch ein Stück von ihnen und von Kapstadt, die Rückreise soll vorbereitet sein und dann ist das längste Warten (als wenn es das gewesen wäre&#8230;) auch schon vorbei. I’m coming home again!</p>
<p style="text-align:justify;">Und ich freue mich wahnsinnig auf das Wiedersehen mit Euch. Wie sollte es bei den warmen Mails und Nachrichten und Anrufen von Zuhause auch anders sein?</p>
<p style="text-align:justify;">Andere Frage: Komme ich jetzt zum Ende meines Blogs?</p>
<p style="text-align:justify;">Ich denke nicht. Neben einem geplanten Rückblick, einer Zusammenfassung oder Evaluation des ganzen Jahres, was ich auch demnächst an einem gemütlichen Abend in Bersenbrück vorhabe, lassen meine Zukunftspläne, die mich nach ein paar Monaten in Deutschland vorerst wieder auf Reisen schicken, Spielraum für weitere Berichte über hoffentlich spannende Erlebnisse, sodass ich das lieb gewonnene Schreiben theoretisch durchaus fortsetzen könnte. Was meint Ihr?</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Aber erst mal werde ich jetzt in Ruhe Abreisen und wieder Ankommen, die Zeit gönnt Ihr mir, so wie ich mir auch&#8230; Und falls Ihr in der Zwischenzeit interessanten Lesestoff braucht, schaut hier vorbei: <a href="http://www.maedchenmannschaft.net" target="_blank">www.maedchenmannschaft.net</a></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://phelina.files.wordpress.com/2010/07/sdc10425.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-245" title="Sonnenuntergang in Camps Bay" src="http://phelina.files.wordpress.com/2010/07/sdc10425.jpg?w=156&#038;h=166" alt="" width="156" height="166" /></a>Ein unfassbar und hoffentlich doch irgendwie fassbar großes und vor allem herzliches Dankeschön an Euch! Ich hoffe, es hat Euch bis hier her Spaß, die ein oder andere (natürlich unsichtbare) Denk- oder Lachfalte, Freude oder was auch immer bereitet. Mir war es ein großes Vergnügen, meine Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken und Fotos aus diesem Jahr in Südafrika mit Euch zu teilen.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Bis wirklich bald, behaltet Sonne bei Euch,</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Phelina</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/phelina.wordpress.com/237/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/phelina.wordpress.com/237/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/phelina.wordpress.com/237/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/phelina.wordpress.com/237/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/phelina.wordpress.com/237/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/phelina.wordpress.com/237/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/phelina.wordpress.com/237/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/phelina.wordpress.com/237/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/phelina.wordpress.com/237/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/phelina.wordpress.com/237/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/phelina.wordpress.com/237/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/phelina.wordpress.com/237/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/phelina.wordpress.com/237/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/phelina.wordpress.com/237/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=phelina.wordpress.com&amp;blog=8955904&amp;post=237&amp;subd=phelina&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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