Namibia mit Fotos.
“Festive Season”, Weihnachtszeit in Kapstadt: Die allermeisten Bueros schliessen fuer ein paar Wochen, viele Leute haben frei, gehen zum Strand oder auf den Weihnachtsmarkt, der allabendlich in der Adderley Street stattfindet und stark an eine Kirmes erinnert, was zu einem nicht unermesslichen Teil an der (kitschig-)bunten Beleuchtung liegt, so manches wird (noch) etwas lockerer gesehen als sonst, denn “Hey! Es ist Dezember!”, es ist der Lieblingsmonat vieler Suedafrikaner – und Eileen und Phelina fahren nach Namibia!
Wir starten unsere Reise am 8.12. entspannt, aber relativ planlos, was an dieser Stelle jedoch nicht mit dem Wort “ahnungslos” zu verwechseln ist. Mit unseren Schlafsaecken, der noetigsten Kleidung, mit und ohne Kulturbeutel, aber definitiv mit Sueadfrika-Atlas und zwoelf Litern Wasser im Kofferraum unseres 92er Toyota Corolla, den wir liebevoll “Mercedes” nennen, fahren wir mittags gegen 12 bei bruellender Hitze mit Durchschnittstempo 85 gen Norden. Die Temperatur macht uns jedoch wenig aus, denn wir haben ja herunterrollbare Fenster statt Klimaanlage und neben unseren ca. sieben Sachen Vorfreude auf das Wetter in Namibia dabei, wo es im Dezember – so viel wussten wir vorher – 2000 Kilometer naeher am Aequator sowie in unmittelbarer Wuestennaehe ziemlich heiss sein soll. Was wir darueber hinaus wissen, ist die Einwohnerzahl des recht grossen afrikanischen Landes: 2,6 Millionen. 1+1 zusammengezaehlt bedeutet das also, dass wir beiden zu einem grossen Teil relativ allein sein werden. Dass dieses Wissen mitsamt unserer Vorstellungskraft allerdings kein Vergleich zu dem tatsaechlichen Gefuehl des Alleinseins ist, werden wir schon bald erfahren.
Auf geht’s! Raus aus Kapstadt, rein in die suedafrikanischen Landschaften. Irgendwann fragt Eileen mich “Where are we now?” (ja, aus Uebungsgruenden sprechen wir die meiste Zeit Englisch miteinander) und alles, was ich ihr sagen kann, ist: “We’re on our way.” Wir sind nicht nur auf dem Weg nach Namibia, wir sind auf unserem Weg – und das fuehlt sich gut an.
Aus Rueckischt auf Mercedes liegt unser erster Stopp knapp 300 km nicht ganz noerdlich, eher nord-westlich unserer momentanen Heimat. Wir entscheiden uns fuer die Kuestenstadt Lambert’s Bay, da es uns im Landesinnern zu heiss ist.
Fast unmittelbar nach dem Linksabbiegen in Richtung Meer merkt man, dass es kuehler wird. Etwas zu kuehl fuer ein klassiches Picknick am Strand, doch das soll Eileen und mich nicht davon abhalten, dort unter bewoelktem Himmel Brot mit Avocado und Tomate zu essen. Gewuerzt mit Salz und Pfeffer und geschnitten mit den beiden neuen Messern, die wir uns zuvor im oertlichen Spar besorgt haben, auch ohne Teller ein Genuss, an dem sich unsere Gaumen von nun an morgens sowie abends erfreuen duerfen.
Als es zu kalt wird, verlassen wir den Strand, machen uns bett- bzw. autofertig und es
uns danach in Mercedes gemuetlich, da klopft es ploetzlich an unserem Fenster. Unsere Nachbarin laed uns auf ihr beim Grillen uebrig gebliebenes Lammfleisch, Kartoffeln mit Knoblauchsauce und anschliessenden Tee unter ihren weihnachtlich dekorierten Laubbaum ein. Sie haette nicht einschlafen koennen, wenn sie die beiden rothaarigen Maedchen nicht danach gefragt haette, ob sie auch gut zu Abend gegessen haben.
Nach netten Unterhaltungen mit ihr und ihrem Ehemann, die Weihnachten seit 30 Jahren auf diesem Campingplatz verbringen, wohl auch um etwas mehr in Gesellschaft zu sein als auf ihrer abgelegenen Farm, sowie mit weiteren Nachbarn legen wir uns mit vollem Magen in unser Auto und treten am naechsten Morgen unsere Weiterreise an. Es fuehrt uns vor der Ueberfahrt nach Namibia in das stark Afrikaans gepraegte Staedtlein Springbok, das uns neben dem Schlafplatz einen atemberaubenden Sternenhimmel bietet.
Am drit
ten Tag stehen wir besonders frueh auf, da uns von langen Wartezeiten an der Grenze erzaehlt wurde, doch dauert es in unserem Fall gluecklicherweise nur eine Viertelstunde bis wir einen neuen Stempel in unseren Reisepaessen haben und schon koennen wir weiter in Richtung Norden, genauer gesagt nach Keetmanshoop, einer der groessten Staedte in Sued-Namibia, fahren.
Dort angekommen, finden wir leere Strassen, Geschaefte und eine geisterstadtaehnliche Atmosphaere vor, nur leider kaum Einheimische. Dies ist gerade umso tragischer, da unser Auto am oertlichen Spar, der um 15 Uhr ebenfalls geschlossen ist – alles aufgrund des Menschenrechts-Feiertages, wie wir spaeter erfahren – nicht anspringt und die wenigen Einwohner, die doch durch die Strassen schlendern, sich nun alle um Mercedes versammeln. Zum Glueck dauert es nicht lange bis wir weiterfahren koennen und so verschlaegt es uns zu einer Art Kiosk, wo uns selbiges Schicksal ereilt. Gut, denken wir uns, nach so einer langen Fahrt hat Mercedes sich eine Pause und wir uns ein kuehles Getraenk verdient.
In der Zwischenzeit hat sich ein Junge, der uns bereits an der Tankstelle um Geld gebeten hatte, unserem Wagen genaehert und fragt uns wiederholt nach ein paar Namibischen Dollar, um sich etwas Handyguthaben zu besorgen – erfolglos. Doch laesst er nicht locker und wir uns gezwungenermassen auf ein Gespraech mit ihm ein, das, vorbei an Fragen zu unserer Herkunft, ueber Komplimente darauf hinauslaeuft, dass er die beiden huebschen Maedels fuer Geld nur zu gern mal “essen” wuerde. Dies hat in diesem Fall nichts mit Kannibalismus zu tun, doch muss ich davon ausgehen, dass meine kleinste Schwester dies liest, weshalb ich mir eine Uebersetzung von “to eat someone/a lady” an dieser Stelle spare.
Dieser improvisierten Prostitution sowie dem menschenleeren Campingplatz innerorts entkommen, landen wir in einer L
odge etwas ausserhalb von Keetman
shoop, wo wir uns sicher und allein fuehlen, was wohl auch damit zusammenhaengt, dass wir die einzigen Gaeste sind. Halb so wild, denken wir uns, dann nutzen wir den Pool unter den Palmen mit Blick auf namibische
Weite eben allein, bevor uns der wirklich heisse Wuestenwind bei Brot mit Avo und Tomate und einem atemberaubenden Sonnenuntergang, der in keinem Afrika-Bildband schoener haette abgedruckt sein koennen, uns um die nackten Beine und Arme weht. Allein sehen wir auch den Regenbogen, der sich nach einem kurzen Sommerregen am Himmel zeigt.
Noch frueher als am Vortag stehen wir an diesem Samstagmorgen auf, um in jedem Fall spaetstens nachmittags in Windhoek anzukommen. Es ist kurz nach eins, als uns mit Blick auf die Hauptstadt das Grossstadtgefuehl ueberkommt. Wir finden jedoch schnell heraus, dass auch hier viele Geschaefte, wie auch die Touristeninformation, frueh schliessen, woraufhin wir uns eine warme Mahlzeit in unserer Lieblingsfischrestaurantkette (sehr abenteuerlustig und interessiert, ich weiss… Aber Mama, Ocean Basket! Komm vorbei!) goennen. Danach erkunden wir die Stadt, wenn man es so nennen moechte, indem wir unsere Unterkunft fuer die Nacht suchen, wobei uns Windhoek weder bemerkenswert deutsch noch unglaublich spannend erscheint – ein Eindruck, den viele Besucher teilen – und so lernen wir bei ein, zwei, drei Bier ein paar Leute kennen, die ebenfalls im Backpacker “The Cardboard Box” unterkommen, wo der beste “Vibe” Windhoeks herrschen soll. Aha. Mein Verdacht, dass Kapstadt uns sehr verwoehnt oder gar verzogen hat, erhaertet sich. Das Nachtleben ist weniger berauschend als das lokal gebraute Bier namens “Windhoek”, aber gut, am naechsten Tag geht es weiter nach Swakopmund – und das mit drei weiteren Reisenden, die wir am Abend kennen gelernt haben: Ravi, einem Freiwilligen aus Deutschland, Amanda, Weltenbummlerin aus den USA und Studentin in Botswana sowie Pia, gebuertige Namibianerin mit englischem Vater und Wohnsitz in Johannesburg, auf dem Weg in die alte Heimat. Die ca. dreistuendige Fahrt wird nur von einer Passkontrolle unterbrochen, die uns kurz zurueck nach Windhoek fuehrt und bei der wir allerlei Broschueren zum “Ueberleben des Sommers in Namibia” erhalten. Von Ratschlaegen zum Sonnenbaden ueber Werbung der oertlichen Radiosender bis hin zu Tipps zum Autofahren ist alles enthalten. Letzteres ist nicht nur in der ehemaligen deutschen Kolonie, sondern beispielsweise auch in Suedafrika ein Problem. Die “Festive Season” ist bekanntlich die Zeit, in der die meisten Auto- und Busunfaelle passieren. Einer der Gruende ist wohl, dass das sowieso viel zu weit verbreitete und akzeptierte “drinking and driving”, also das Autofahren nach nicht nur maessigen Alkoholkonsum, im Dezember noch lockerer genommen wird als sonst. Dies fuehrte – nebenbei bemerkt – dazu, dass im suedafrikanischen Fernsehen zurzeit ein abschreckender Werbespot ausgestrahlt wird: Es wird nicht nur mit Gefaengnisaufenthalt gedroht, sondern auch die Moeglichkeit betont, dass man bei Inhaftierung von anderen Insassen vergewaltigt werden kann. Krass.
Als tugendhafte Deutsche machen wir so etwas selbstverstaendlich nicht und kommen heil und mit ersten Wuestenimpressionen in Swakopmund an, wo es schon eher deutsch und auf jeden Fall viel belebter ist als in Wondhoek. Mit unseren Mitreisenden begeben wir uns schnurstracks zur Strandbar “Tyger Reef”, die uns einen umwerfenden Blick auf Meer und Wueste bietet. Zu dem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass wir nach ein paar guten Gespaechen und einer Nacht in einem schlossartigen Backpacker (Eileens und meiner ersten Nacht in Betten) mit weissem, aber leider verstimmten Klavier und Verabschiedung von Pia und Ravi auf einer Strasse fahren, von der aus man rechts auf den Atlantischen Ozean und links auf die namibische Wueste blickt. Unglaublich.
Eileen und ich befinden uns mit Mercedes und der Amerikanerin Amanda erst noch am Rand, aber schon bald mitten in der Wueste. Der absolute Wahnsinn! Anfangs ist auch das Befahren der Schotterstrassen, die als einziges durch die Wueste fuehren, noch aufregend und wir steigen nur aus, um noch mehr von der Wueste fassen zu koennen. Sorry Tafelberg, aber die Wueste ist das Schoenste, was ich jemals gesehen habe. Schwer vorzustellen wie auch zu beschreiben, aber sie besteht mitnichten aus zunaechst faszinierenden, aber schnell langweilig werdenden Sandduenen. Sie ist so farb- und abwechslungsreich, dass ich mich nicht entscheiden kann, ob ich das Erlebnis des Fahrens durch die Wueste praeferiere oder lieber in Wuestenlandschaften eintauchen moechte.
Die Zeit vergeht, der Atem bleibt angehalten und ich weiss, wie pathetisch das alles klingt, aber es ist wirklich unfassbar schoen und aufregend, besonders als wir Zebras, wilde Pferde, Springboecke, Straussen und Kamele entdecken. Irgendwann ist das Fahren bei einer Durchnittsgeschwindigkeit von unter 30 km/h wegen der zahllosen grossen und kleinen Steine und der staendigen Suche nach der besten Spur nichtsdestotrotz anstrengend, wir muessen mehrfach aussteigen, um Wasser nachzufuellen und es wird dunkel, weshalb wir gegen sechs in der naechsten wie auch ersten Wuestenstadt Rast machen, die aus einer Tankstelle, einem kleinen Laden mit riesen Getraenkeauswahl, welch Ueberraschung, ein paar Zimmern, einem Campingplatz, wie praktisch, und wenigen Haeusern besteht, alles das in einem Radius von 200 Metern. Der Name dieser Stadt? Solitaire.
Am naechsten Morgen sind es unerwartet nur noch knappe zwei Stunden bis wir unser eigentliches Ziel, Sessriem/Sossusvlei erreichen, uns einen teuren Campingplatz fuer die Nacht sowie eine Erlaubnis fuer die Weiterfahrt zu den Duenen besorgen – und schon begeben wir uns am fruehen Mittag dorthin, zur Duene 45, 45 km vom Lager entfernt. Wieder fahren wir, genauer gesagt dieses Mal Eileen, durch schoene Landschaften, sehen Tiere, ein Kudu ist dabei, und erreichen die Duene, die wir dann zu dritt erklimmen, wobei ich mir die Sisyphusarbeit des Beschreibens nun erspare und lieber ein paar Bilder sprechen lasse:
Wieder im Lager bin ich nach dem Mittagessen zu muede zum Lesen und mache mit meiner Schwester einen Mittagsschlaf und nach einem Bier mit Amanda am Sessriem Canyon, in den wir so lange Steine werfen bis wir feststellen, dass es Fuehrungen am Boden des Canyons gibt, Abendbrot und Dusche legen wir uns frueh schlafen, da unser Wecker am naechsten Morgen um 4:30 Uhr klingeln wird, damit wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf die Duene klettern koennen.
Gesagt, getan. Ohne Fruehstueck ist das Erklimmen der Duene an diesem Tag anstrengender als am Vortag, doch werden wir mit einem phantasischen Naturschauspiel belohnt:
Und nach einigen Schotterkilometern und Stunden befinden wir uns in Mariental, wo wir Amanda in ein Minibustaxi nach Windhoek, von wo aus sie wieder nach Botswana faehrt, setzen und machen uns auf den Weg nach Kapstadt. Den beruehmten Fish River Canyon muessen wir aufgrund des etwas labilen Zustands unseres Autos, im wahrsten Sinne des Wortes “angeknackst”, auf unserer To-Do-Liste undurchgestrichen lassen, doch denken wir uns, dass die Rueckkehr in die Mutterstadt nach einem zweiten Zwischenstopp in Springbok mindestens genauso schoen sein muss. Und was der Bauer nicht kennt, vermisst er nicht.
Und so kommen die beiden Rothaarigen gesund und munter, aber mit Ersatzreifen wieder in Kapstadt an, wo sie warm aufgenommen werden und von morgen bis Sonntag warme Waisenweihnachten feiern werden.
In Anbetracht der Tatsache, dass sich die meisten von Euch momentan wohl ungluecklucherweise noch im Weihnachtsstress befinden, ist es eher unwahrscheinlich, dass diese Zeilen noch vor Weihnachten gelesen werden, aber ich wuensche ein frohes, schoenes und herzliches Fest der Liebe, das ich wie auch Eileen nur zu gern in der Kaelte mit der lieben Familie feiern wuerde.
Geniesst das Beisammensein und bis bald,
Phelina


















Hallo ihr Zwei Waisenweihnachtsfeiermädels,
schöner Blog, sehr schön geschrieben!
Viel Spaß, schöne Restweihnachten und einen heißen Jahreswechsel!
Heiner
cu u in BSB 2011
Krass.
einfach unglaublich was ihr erlebt und seht, man könnte auch schon gigantisch dazu sagen. meine mädels, IHR macht das richtig so.
Hallo, Phelina, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Ich finde deinen Blog, auf den ich erst vor kurzem gestoßen bin, wirklich sehr interessant.
Ich bin dadurch auch etwas nachdenklich geworden – ich denke, es muss sich in der Gesellschaft noch unheimlich viel tun; es scheint viele Vorurteile gegenüber Afrikanern zu geben.
Neulich hatte ich ein Gespräch mit meiner Oma, in der es um HIV-Prävention in Afrika ging. Meine Großmutter war der Meinung, dass es das Aids-Problem in Afrika nur gebe, weil die Leute dort keine Kondome nehmen wollen etc. Ich habe versucht, dagegenzuhalten, aber sie war von ihrer Meinung nicht abzubringen.
Wie siehst du als Wahl-Afrikanerin die Sache? Ich glaube, dass das Problem nicht allein am Unwillen zum Kondomgebrauch liegt, aber vielleicht sehe ich das falsch.
Grüße von deiner alten Jahrgangskollegin Nicole
Hallo Nicole,
vielen Dank für deinen Kommentar, dein Interesse und die guten Wünsche zum Geburtstag! Es hat zwar etwas gedauert, aber ich nehme doch noch Stellung. Ich weiß zwar nicht genau, was du dagegengehalten hast, aber es ist meiner Ansicht nach definitiv nicht so, dass das Problem allein am Unwillen zum Kondomgebrauch geht. Nichtsdestotrotz hat deine Großmutter nicht ganz Unrecht, da die Prioritäten hier oft zu Gunsten des „flesh to flesh“-Geschlechtsverkehrs statt des Schutzes ausfallen. Das in Kombination mit den extrem hohen Vergewaltigungsraten ist definitiv ein Problem. Kondome gibt es hier umsonst, es hat von daher jeder theoretisch die Wahl. Ob diese dann jedoch immer in der Nähe sind, ist allerdings fraglich.
Dazu kommt, dass es auch hier ein immenses Alkoholproblem gibt, meine ich. Das kann dann natürlich dazu führen, dass man das mit dem Schutz nicht mehr so ganz ernst und wichtig nimmt. Bildung spielt darüber hinaus leider immer noch eine Rolle, vor allem weil es infrastrukturell schwierig ist, die ganzen ländlichen Regionen oder auch die stetig wachsenden Townships Südafrikas zu erreichen, was ebenso auf die antiretroviralen Medikamente zutrifft. Glücklicherweise sind die Ausgaben der Regierung für HIV/Aids-Programme gestiegen; in dem Land, das Zuhause von 20% aller HIV-Infizierten weltweit ist, wahrscheinlich keine schlechte Idee. (Merkwürdigerweise habe ich kürzlich noch eine Dänin und eine Spanierin getroffen, die zum Sexurlaub nach Südafrika gekommen sind.)
Auch sind die Infektionen bei der Geburt zurückgegangen. Zurückgegangen war kürzlich leider auch der Kondomgebrauch, was sich allerdings neuerdings wieder zu wandeln scheint, wobei Statistiken auch problematisch sind. Die Regierung hat sich 2007 zum Ziel gesetzt, das HIV-Vorkommen zu halbieren, was noch weniger leicht gesagt als getan ist, wenn man keine Zahlen hat und somit nicht weiß, wann bzw. ob das Ziel erreicht wird.
Ein anderes Problem ist dann noch die Stigmatisierung HIV-positiver Menschen, was sowohl das regelmäßige Testen als auch die Behandlung Betroffener erschwert.
Joa, ich hoffe, das reicht dir als Einschätzung zur Situation und bewaffnet dich mit Argumenten für die nächste Diskussion mit deiner Oma!
Lieben Gruß aus Kapstadt,
Phelina
Phelina, ich bin so beeindruckt und.. ach.. toll ! Schön! Genieß es. Ich schicke dir eine “engstirnige deutsche Umarmung”. Bis ganz bald :*
beautiful sista!
aber WAS sagst du?? schoener als der tafelberg???? davon muss ich mich selbst ueberzeugen.
aachen gruesst und umarmt dich!
Oh man,
was ist nur los mit mir: schon wieder hab ich nen Eintrag verpennt, man man man.
Naja, aber was soll ich auch groß schreiben. Ihr habt eure unglaublichen Abenteuer und ich bin da schon recht neidisch drauf. Bekomme echt fernweh in dem tristen Leben hier^^
Erlebt noch viel
LG Dennis